Projekt »Migration – Industrieller Wandel in NRW und Oberschlesien«

Ehemalige Glashütte in Düsseldorf Gerresheim

Für die heutige Schülergeneration in Deutschland und Polen wird die Schwerindustrie, die das Rhein-Ruhrgebiet und Oberschlesien geprägt hat, bald nur noch im Museum erfahrbar sein. Die Schülerinnen und Schüler des Marie Curie-Gymnasiums erfahren den Strukturwandel ihres Stadtteils Gerresheim gerade hautnah: Vor ihren Augen werden die Gebäude der früheren Glashütte abgebaut, nur noch wenige Reste der alten Industriekultur sind auf dem großen Gelände zu finden.Auch die Schüler und Schülerinnen des Paderewski-Lyzeums in Kattowitz erleben täglich, wie sich das einstige Industriegebiet Oberschlesien wandelt. Bergwerke werden geschlossen, Kraftwerke zu Museen umgebaut. Mit einem Schüleraustausch zwischen Düsseldorf und Kattowitz, der von Dr. Sabine Grabowski als Kooperationspartnerin inhaltlich und organisatorisch begleitet wird, verbringen die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase jeweils eine Woche bei der Partnerschule und lernen in Exkursionen die jeweilige Heimatregion kennen. Dabei setzen sich die jungen Europäer mit den Fragen von Strukturwandel und Migration auseinander, die für beide Regionen prägend waren und sind. Das Ruhrgebiet konnte schon immer von einer zuwandernden Expertise aus den Kohleregionen Oberschlesiens profitieren. Hier entstanden bereits im 19. Jahrhundert Erfolgsgeschichten der europäischen Arbeitsmigration und der gesellschaftlichen und kulturellen Verbundenheit beider Regionen,welche den Schülerinnen und Schülern durch den Austausch nahe gebracht werden sollen.