Polen 1918–2018: Piłsudski, Paderewski & Co. – historische Rolle und Erinnerungskultur

17. April
19:00 – 21:00

Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt 
Beinahe 123 Jahre lang war Polen – infolge der von den mächtigen Nachbarn erzwungenen Teilungen am Ende des 18. Jahrhunderts – als selbständiger Staat von der europäischen Landkarte verschwunden. 1918, als am Ende des Ersten Weltkriegs alle drei Teilungsmächte, nämlich Russland, Österreich-Ungarn und Preußen-Deutschland, auf der Verliererseite standen, gelang die staatliche Wiedergründung. Mit Józef Piłsudski (1867–1935) steht einer der damaligen Hauptakteure im Zentrum der gegenwärtigen Erinnerungspolitik in Polen. Stephan Lehnstaedt, ausgewiesener Experte für die Geschichte Polens im 20. Jahrhundert, zeichnet die schwierige Wiedergründungsphase nach und setzt sich zugleich kritisch mit der aktuellen polnischen Geschichtspolitik auseinander. Lehnstaedt, von 2010 bis 2016 am Deutschen Historischen Institut in Warschau tätig, lehrt heute am Touro College in Berlin.

In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V.

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