Vor 100 Jahren: Gründung der Wolgarepublik

Das wolgadeutsche Seelmann (Rownoje), ein Zentrum des Brothandels im unteren Wolgagebiet, mit Getreidespeichern und Kamelen als Zugtieren, 1890er-Jahre

Foto: Bundesarchiv
31. Oktober
19:00 – 21:00

Vortrag von Prof. Dr. Victor Dönninghaus | Reihe Russlanddeutsche Kulturtage 2018

Nur 23 Jahre bestand die Autonome Sozialistische Sowjetrepublik der Wolgadeutschen. Am 19. Oktober 1918 durch ein Dekret ins Leben gerufen, sollten die seit zwei Jahrhunderten auf russischem Territorium lebenden Deutschen eine eigene Republik erhalten. Im Januar 1924 war es soweit: die etwa 600.000 Bewohner der Region erhielten das Selbstbestimmungsrecht und eine territoriale Autonomie zugesprochen. Nach dem Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges veranlasste der Oberste Sowjet am 28. August 1941 die Deportation aller Mitglieder der deutschen Volksgruppe. Sie wurden nach Kasachstan oder Sibirien zwangsumgesiedelt. Das bedeutete das Ende der Wolgarepublik. In seinem Vortrag schildert Prof. Dr. Dönninghaus Anfänge und Geschichte der Wolgarepublik. Er ist stellvertretender Direktor am Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen in Nordosteuropa e.V. (IKGN e. V.) und forscht zur Geschichte Russlands und der Sowjetunion.

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

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