Notwendiges Gedenken, endlich: Malyi Trostenez, eine dem Vergessen entrissene Holocaust-Stätte

Denkmal für die Opfer von Maly Trostinez in Minsk
29. November
19:00 – 21:00

Vortrag von Dr. Alexander Dalhouski

Am 29. Juni 2018 war Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier zu Gast bei der Eröffnung der Gedenkstätte in Malyi Trostenez, wenige Kilometer von Minsk entfernt. Endlich wird seither dort an Zehntausende Menschen erinnert, die Opfer der antisemitischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik des NS-Staates wurden. Bald nach der Besetzung der Region durch deutsche Truppen wurden in Malyi Trostenez ein Zwangsarbeitslager und eine Massenmordstätte für jüdische Menschen geschaffen. Vermutlich sind an nur wenigen anderen Orten auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion mehr Menschen ermordet worden. Nachdem die Deutschen im Herbst 1943 versucht hatten, die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen, blieb Malyi Trostenez jahrzehntelang unbeachtet. Erst jüngst hat sich dies geändert. Der Minsker Historiker Dr. Alexander Dalhouski zeichnet die Ereignisse in Malyi Trostenez sowie die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte nach.

Die Veranstaltung ist Bestandteil des Begleitprogramms zu der Ausstellung des IBB über Malyi Trostenez, die ab dem 13.11. im nordrhein-westfälischen Landtag gezeigt wird.

In Kooperation mit: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas - Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk IBB Dortmund

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