»Haben wir eigentlich verdient, dass nach dem Weltkrieg eine solche Epoche über uns hereinbricht?«

Foto: DEFA-Stiftung/Joop Huisken
11. Dezember
19:00 – 21:00

Vortrag und Lesung aus Briefen, Tagebüchern und weiteren Texten mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Paul-Spiegel-Platz 1 (Personalausweis mitbringen)

Lion Feuchtwanger und Arnold Zweig – eine Schriftstellerfreundschaft zwischen Berlin, Haifa und Los Angeles

Als Lion Feuchtwanger (1884–1958) und Arnold Zweig (1887–1968) sich 1922 in München kennenlernten, standen beide am Beginn ihrer Karriere. Bis zum Tod Feuchtwangers 1958 dauerte ihre Freundschaft, die einen intensiven Austausch über das jeweilige Schaffen, die politischen Zeitumstände und die persönliche Orientierung einschloss. Beide waren zudem durch ihre Herkunft als jüdische Deutsche verbunden, beide setzten sich zeitlebens mit dem Judentum auseinander, wenn auch mit unterschiedlichen Schlussfolgerungen. Der gebürtige Münchner Feuchtwanger gelangte mit dem Roman »Jud Süß« (1925) zu Weltruhm. Zweig, geboren 1887 im niederschlesischen Glogau, schrieb sich spätestens mit »Der Streit um den Sergeanten Grischa« (1927) in die erste Reihe der deutschen Gegenwartsschriftsteller. 1933 waren sie zur Emigration gezwungen, Feuchtwanger ging nach Frankreich, dann in die USA, Zweig nach Palästina. Die unterschiedlichen Lebenswelten spiegeln sich in den vielen Briefen, die sie tauschten. In der Veranstaltung werden auch die bisher unbekannten Tagebücher Lion Feuchtwangers vorgestellt, die im November im Berliner Aufbau-Verlag erscheinen.

In Kooperation mit: Franz-Rosenzweig-Loge Düsseldorf (B’nai B’rith)

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