Eine, die aneckte. Manchmal - Zum 90. Geburtstag von Christa Wolf (1929–2011)

Quelle:Bundesarchiv_Bild_
183-1989-1027-300,_Christa_Wolf
18. März
19:00 – 21:00

Kommentierte Lesung mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder

Als Christa Wolf Anfang Dezember 2011 starb, widmeten ihr fast alle bedeutenden Medien in Deutschland ausführliche Nachrufe. Deren Tenor war im Wesentlichen: Zweifellos eine der bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts, aber ... In der »Süddeutschen Zeitung« etwa hieß es, dass sie »aneckte«, aber eben nur »manchmal«. Für viele nicht oft, nicht entschieden genug, jedenfalls solange Christa Wolf eine privilegierte Künstlerin in der DDR war. Die Veranstaltung versucht anhand von Texten Christa Wolfs deren Lebensweg als politisch engagierte Schriftstellerin zwischen NS- und SED-Diktatur bis ins vereinte Deutschland nachzuzeichnen. Dieser Lebensweg verlief gewiss – wie bei jedem Menschen – nicht ohne Wendungen und Irrtümer, ist aber allemal ein deutsches Lehrstück nicht nur in literarischer Hinsicht.

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