Troll

Quelle: privat
12. Juni
19:00 – 21:00

Lesung und Gespräch mit Michal Hvorecky

In seinem Science-Fiction-Roman »Troll« zeichnet Michal Hvorecky ein düsteres Bild der Zukunft: Die EU ist zerfallen. In einem diktatorisch geführten Reich wird das Internet durch ein Heer von Trollen kontrolliert. Mit täglich neuen Denunzierungen, Halbwahrheiten, Gerüchten und Propagandameldungen lenken sie die öffentliche Meinung. Zwei Freunde, die in dieser totalitären Gesellschaft aufgewachsen sind, entwickeln immer stärkere Zweifel am Wahrheitsgehalt der Meldungen und beschließen, das staatliche System der Fehlinformationen von innen heraus zu stören. Die beiden heuern bei einer Trollfabrik an. Dabei entdecken sie ihre eigene Lust am Hass und geraten an die Grenzen ihres gegenseitigen Vertrauens. 

Michal Hvorecky, geboren 1976, lebt in Bratislava und zählt zu den renommiertesten Schriftstellern der Slowakei. Er hat bisher vier Romane veröffentlicht, seine Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt. Mit seinen journalistischen Texten engagiert er sich für die Pressefreiheit und gegen antidemokratische Strömungen in seiner Heimat. Hvorecky war mehrmals selbst Zielscheibe von Shitstorms und Hasskampagnen.

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW

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