Der schlesische Weberaufstand 1844 und sein Widerhall in der Literatur

»Sturm«, Blatt 5 aus dem Weberaufstand-Zyklus von Käthe Kollwitz
05. Juni
19:00 – 21:00

Vortrag von Reinhard Grätz

Aus einem kleinen spontanen Protestzug von etwa 20 Arbeitern entstand in wenigen Junitagen des Jahres 1844 eine Revolte, die als der »Schlesische Weberaufstand« in die Geschichte eingehen sollte. Als der Protest durch das preußische Militär niedergeschlagen und elf Arbeiter getötet wurden, fand der Aufstand in der Presse gewaltige Beachtung. Unter dem Eindruck der Vorgänge verfasste Heinrich Heine noch im selben Jahr sein Gedicht »Die armen Weber«, Gerhart Hauptmann schrieb 50 Jahre später sein Drama »Die Weber«, Käthe Kollwitz und Emil Orlik schufen ikonographische Darstellungen der verarmten, unterdrückten Arbeiter. Damit haben sie wesentlich dazu beigetraten, dass der unorganisierte Aufstand der schlesischen Weber zu einem Mythos in der deutschen Geschichte wurde. Zum 175. Jahrestag des Weberaufstands stellt Reinhard Grätz in seinem Vortrag den Verlauf der Kämpfe, die Motive der rebellischen Weber und die literarische Bearbeitung der Geschehnisse dar. 

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