Das Jahr 1945 im Spiegel von Walter Kempowskis »Echolot«

06. Juni
19:45 – 21:15

Vortrag und Lesung mit Prof. Dr. Michael Braun
Das NS-Regime, der Zweite Weltkrieg und die Zerstörung seiner Heimatstadt Rostock prägten Walter Kempowskis (1929–2007) Kindheit und Jugend. 1948 wurde er, im Alter von 19 Jahren, in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone wegen Spionageverdachts verhaftet und verbrachte acht Jahre im Zuchthaus. Nach der Entlassung baute Kempowski sich in der Bundesrepublik ein neues Leben auf und veröffentlichte ab 1969 autobiografisch geprägte Romane, aus denen seine vielbändige »Deutsche Chronik« wurde. In den 1970er-Jahren begann er zudem, systematisch Zeitzeugnisse aus den Kriegsjahren zu sammeln. Er verwandelte tausende Seiten ungefilterte Gegenwartswahrnehmung von bekannten und unbekannten Menschen innerhalb und außerhalb Deutschlands zu seinem vielstimmigen »Echolot«. Dieses unvergleichliche Riesenwerk stellt der Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Michael Braun vor.

 

Im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage

 

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW


Reihe 1945 um 19 Uhr 45 in 45 Minuten. Tagebücher vom Kriegsende

 

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