29. September - 11. November

Ausstellung: "Bilder und Welten. Ost und West. Fotografien von Volkmar Jaeger und Walter Vogel"

Die Ausstellung gibt einen kleinen Einblick in Tendenzen künstlerischer Fotografie der DDR und der BRD in den 1960er bis 1980er Jahren und eine…

Die Ausstellung gibt einen kleinen Einblick in Tendenzen künstlerischer Fotografie der DDR und der BRD in den 1960er bis 1980er Jahren und eine größere Sicht auf zwei hervorragende Fotografen, die unter den Bedingungen und Anforderungen des jeweiligen Gesellschaftssystems, in welchem sie ihre fotografischen Karrieren verfolgten, ihre eigene künstlerische Ausdrucksform bewahren konnten.

Volkmar Jaeger, geboren 1928 in Leipzig, studierte – nach einer Ausbildung zum Fotografen Anfang der 1950er Jahre bei Ilse Oemichen in Dresden – von 1953 bis 1958 Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 1956 schloss er sich der Gruppe »action fotografie« in Leipzig und von 1957 bis 1961 der »gruppe« mit Arno Fischer, Rosemarie Jaeger-Bock, Evelyn Richter, Jürgen Vorberg an.

Die Hinwendung zum »schönen Realismus« in der Fotografie, wie es sich die DDR wünscht und verlangt, lehnt Jaeger ab. Seinen Lebensunterhalt verdient er sich während der DDR-Zeit als Werbegrafiker bei DEWAG-Leipzig, als Dekorateur, bei der Post, als Programmierer im VEB Maschinelles Rechnen.

Seine Fotografien sind realistisch und poetisch: »Selbst die häßliche Wahrheit ist im Sinne Gorkis und Rodins schön, eben weil sie wahr ist. Warum sollten wir sie in der Fotografie leugnen? […] Warum nur glatte, fröhliche Bilder, wo doch jeder von uns weiß, daß dauernd lächelnde, schmunzelnde und lachende Gesichter noch in keinem Staat, in keiner Familie vorgekommen sind.« Volkmar Jaeger ist taubstumm. Er lebt und arbeitet in Leipzig. Seine Fotografien befinden sich unter anderem im Museum der Bildenden Künste Leipzig.

Walter Vogel
, geboren 1932 in Düsseldorf, beginnt 1952 eine Maschinenschlosserlehre und 1954 seine aktive Zeit als Amateurfotograf. Zwischen 1963 und 1968 studiert Vogel Fotografie an der Folkwangschule in Essen bei Otto Steinert, dem Begründer der »Subjektiven Fotografie«. Nach dem Folkwang-Examen 1968 sind die 1970er Jahre für Walter Vogel vor allem die Zeit des Unterwegsseins. Er bereist die Welt, frei und unabhängig, lässt sich nicht, wie Kommilitonen, zum STERN vermitteln, lehnt die Mitarbeit bei der Image-Bank in New York ab und nimmt auch nicht die sich bietende Möglichkeit wahr, als einer der Ersten für das GEO-Magazin zu arbeiten. Stattdessen realisiert er eigene Produktionen (auch für das ZEIT-Magazin), folgt seiner Neugier und kann selbst entscheiden, was nach seinem Fühlen und Denken als fotografierwürdig auf seinen Film kommt. Zahlreiche essayartige Fotobücher erscheinen. Seit 2002 lebt und arbeitet er wieder in Düsseldorf. 2012 erhält Vogel den Preis der Großen Kunstausstellung NRW.

Laufzeit der Ausstellung: 28.09. bis 11.11.2015

Weitere Informationen zur Ausstellung:
Dr. Katja Schlenker (Kuratorin), Tel. 0211/16 991-23, schlenker(æt)g-h-h.de

Führungen durch die Ausstellung sind auf Anfrage möglich.

Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen 62. NRW-Schülerwettbewerbs »Begegnung mit Osteuropa«
20. Oktober - 13. November

Europa (er)leben

Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa«
Ausstellung der Landessieger

Seit mehr als 60 Jahren richtet das Land Nordrhein-Westfalen alljährlich den…

Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa«
Ausstellung der Landessieger

Seit mehr als 60 Jahren richtet das Land Nordrhein-Westfalen alljährlich den Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa« aus. Der Wettbewerb setzt sich für die Erhaltung der Kenntnisse der Kultur und Geschichte der Deutschen in den historischen Ost- und Siedlungsgebieten ein und fördert die Verständigung mit den östlichen Nachbarländern. Vom 20. Oktober bis zum 13. November zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus die Beiträge der Landessieger in einer eigenen Ausstellung.

Heinrich Windelen
*1921 in Bolkenhain / Niederschlesien †2015 in Warendorf / Westfalen (Foto: Bundesarchiv, Ludwig Wegmann)
31. Oktober, 10:00 - 17:00

70 Jahre CDU – Christdemokratie und historischer deutscher Osten: Positionen und Profile

In memoriam Heinrich Windelen
Tagung im Gerhart-Hauptmann-Haus, Eichendorff-Saal

10.00 Uhr: Begrüßung
Helmut Harbich (Vorstandsvorsitzender Stiftung…

In memoriam Heinrich Windelen
Tagung im Gerhart-Hauptmann-Haus, Eichendorff-Saal

10.00 Uhr: Begrüßung
Helmut Harbich (Vorstandsvorsitzender Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus)
Armin Laschet MdL (Landesvorsitzender der CDU NRW)

10.30 Uhr: Teil I 
Nicht wegzudenken aus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Vorträge)

  • Rainer Barzel (*1924 Braunsberg/Ostpreußen †2006 München/Bayern) und die Neue Ostpolitik (Dr. Manfred Agethen)
  • Ferdinand Friedensburg (*1886 Schweidnitz/Niederschlesien †1972 West-Berlin): Von der Ost-CDU in den Westen (Dr. Wolfgang Tischner)
  • Hanna-Renate Laurien (*1928 Freie Stadt Danzig †2010 Berlin): Schulpolitik aus christlicher Verantwortung (Dr. Angela Keller-Kühne)
  • Hans Lukaschek (*1885 Breslau/Niederschlesien †1960 Freiburg i. Br./Baden): Vertriebenenpolitiker der ersten Stunde (Dr. Guido Hitze)
  • Erich Mende (*1916 Groß Strehlitz/Oberschlesien †1998 Bonn/Rheinland): Ein Nationalliberaler in der CDU (Prof. Dr. Winfrid Halder)

13.00 Uhr: Mittagspause

14.15 Uhr: Teil II
Persönliche Erfahrungen: Angekommen in der Bundesrepublik Deutschland (Podiumsgespräch)

Ministerpräsident a. D. Dr. Berndt Seite (*1940 Hahnswalde bei Trebnitz/Niederschlesien, 1992-1998 Ministerpräsident des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern) im Gespräch mit Prof. Dr. Winfrid Halder

15.15 Uhr: Kommentar
Heinrich Zertik MdB

15.35 Uhr: Schlußwort
Werner Jostmeier MdL

16.00 Uhr: Empfang

Um formlose Anmeldung wird gebeten bis zum 23. Oktober 2015 bei:
Marion Bergmann, Tel.: 0211-16991-11, E-Mail: bergmann@g-h-h.de

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus in Zusammenarbeit mit dem Landesbüro NRW der Konrad-Adenauer-Stiftung Düsseldorf