Gerda Taro und Robert Capa
16. März - 15. Mai

Bilder der Solidarität

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg…

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Tod der Fotojournalistin Gerda Taro vor 80 Jahren zeigt die von Benedikt Behrens (Hamburg) kuratierte Ausstellung überwiegend unbekannte Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 gingen die beiden Fotografen Gerda Taro und Robert Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Sie fotografierten die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor in Spanien von einem Panzer überrollt und verstarb. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro. Die Negative der gezeigten Fotos von Gerda Taro sind erst vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit dem Wiederauffinden des legendären »mexikanischen Koffers« entdeckt worden.

06. April, 19:00 - 21:00

Dichter der sarmatischen Landschaft. Zum 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke
Als Johannes Bobrowski 1965 mit nur 48 Jahren starb, war er gerade dabei, eine feste Größe in der deutschsprachigen…

Vortrag von Dr. Jörg B. Bilke
Als Johannes Bobrowski 1965 mit nur 48 Jahren starb, war er gerade dabei, eine feste Größe in der deutschsprachigen Literatur zu werden – in Ost wie in West. Als Lyriker war er ein Solitär – seine Dichtung wird heute in einem Atemzug mit der von Nelly Sachs und Paul Celan genannt. Mit seiner Prosa gehört er in die Reihe der großen »ostdeutschen« Autoren wie Günter Grass, Siegfried Lenz und Uwe Johnson.
In der Nachkriegszeit wandte er sich Sarmatien zu, dem Raum östlich der Weichsel zwischen Ostsee und Schwarzem Meer. Die Landschaft, das Zusammenleben der deutschen, baltischen und slawischen Kulturen, ihre Sprachen und Mythen flossen in sein Werk ein. Am 9. April wäre Bobrowski 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass referiert
Dr. Jörg B. Bilke über Bobrowski. Bilke, geb. 1937, wurde 1961 in Leipzig verhaftet und zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, weil er den als Staatsfeind geltenden Autor Erich Loest besucht hatte. In der DDR-Literatur kennt er sich aus wie kein zweiter.