01. September - 08. Oktober

In der Wahrheit leben – Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen im 20. Jahrhundert

Ausstellungseröffnung: 1.September – 17.00 Uhr
EINFÜHRUNG: Dr. Katja Schlenker  Kuratorin GHH | Thorsten Nolting  Vorstandsvorsitzender Diakonie…

Ausstellungseröffnung: 1.September – 17.00 Uhr
EINFÜHRUNG: Dr. Katja Schlenker  Kuratorin GHH | Thorsten Nolting  Vorstandsvorsitzender Diakonie Düsseldorf | Manfred Binder Keyworker Oberkasselplus

Die deutsch-polnische Ausstellung »In der Wahrheit leben - Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition gegen die Diktaturen im 20. Jahrhundert« ist eine Wanderausstellung der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung aus dem niederschlesischen Kreisau. Sie zeigt an ausgewählten Biografien oppositionelles, widerständisches Handeln gegen den Nationalsozialismus und in kommunistischen Diktaturen der ostmitteleuropäischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg – in Polen, der Tschechoslowakei, in der DDR.

Schwerpunkt des in Düsseldorf gezeigten Programms liegt auf dem Widerstand des »Kreisauer Kreises«, einer Gruppe, die sich 1940 um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg bildete und deren gewaltfreies Ziel eine staatliche und gesellschaftliche Neuordnung für Deutschland nach dem Ende des NS-Regimes war. Der Name »Kreisauer Kreis« ist angelehnt an das Gut Kreisau der Familie von Moltke. Nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurden auch zahlreiche Mitglieder des Kreisauer Kreises verhaftet. Helmuth James von Moltke schriebt in einem seiner letzten Briefe vor seiner Hinrichtung in Berlin Plötzensee: » … wir werden gehenkt, weil wir zusammen gedacht haben«.

In Kooperation mit: Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Kreisau-Initiative und Keyworker Oberkasselplus

15. September - 27. Oktober

Deutschland zwischen Besatzungszonen und Zwei-Staaten-Lösung (1945–1957)

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte…

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte beschlossen die Teilung des Landes in vier Sektoren. Diese Teilung bestimmte das Leben und nahm Einfluss auf die Verwaltung in den einzelnen Sektoren. So auch auf ihre Post und die Gestaltung der Briefmarken. Heute fungieren diese als stumme Zeitzeugen und geben Aufschluss über Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung der Besatzungsmächte. So spiegeln sie die Bewältigung der nationalsozialistischen Vergangenheit wider und präsentieren neue Vorbilder und Werte.
Die Basis für diese Ausstellung bildet die Briefmarkensammlung von Uwe Lejeune, welche er der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird in sechs Themenblöcken von je sechs Wochen Laufzeit vor der Bibliothek (2. Etage) gezeigt.
Laufzeit der Ausstellung: 15. September bis 27. Oktober

19. September, 19:00 - 21:00

Dešťová hůl (Der Regenstab)

Lesung mit dem Autor Jiří Hájíček
Der Roman »Dešťová hůl« des begnadeten Erzählers Jiří Hájíček war eines der wichtigsten tschechischen Bücher des…

Lesung mit dem Autor Jiří Hájíček
Der Roman »Dešťová hůl« des begnadeten Erzählers Jiří Hájíček war eines der wichtigsten tschechischen Bücher des vergangenen Jahres. Es wurde zum Buch des Jahres 2016 gewählt und im Frühjahr 2017 mit dem Preis Česká kniha ausgezeichnet. Der aus Südböhmen stammende und mit seiner Heimatregion auch literarisch eng verbundene Autor erzählt in seinem neuen Buch eine spannende Geschichte, in der es um Bodenspekulation und betrügerische Machenschaften auf dem Lande geht.
Der Grundstücksverwalter Zbyněk will seiner ehemaligen Geliebten in einer anscheinend einfachen Eigentumsangelegenheit helfen. Dazu kehrt er aufs Land zurück, in die Welt seiner Kindheit und Jugend. Dort kommt er nicht nur betrügerischen Machenschaften von angesehenen Gemeindevertretern auf die Spur, sondern muss sich eine persönliche Krise und Eheprobleme eingestehen. Zbyněk kämpft mit Schlaflosigkeit, irrt durch Katasterkarten und Landschaften – und über ihm schwebt geistergleich ein wahnwitziger Dorf-Aviator aus dem 18. Jahrhundert. Im entscheidenden Augenblick trägt Zbyněk Kriegsbemalung auf und zieht in den Kampf, um eines Morgens nicht als ein anderer zu erwachen. Mit dem Roman beendet Hájíček seine in loser Folge erschienene »ländliche Trilogie der moralischen Unruhe«. Das Düsseldorfer Publikum hat nun noch vor Erscheinen einer deutschen Übersetzung die Möglichkeit, Autor und Roman kennenzulernen. Die Übersetzerin Doris Kouba hat dafür Auszüge ins Deutsche übertrage