01. September - 16. Oktober

In der Wahrheit leben – Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition in den Diktaturen im 20. Jahrhundert

Ausstellungseröffnung: 1.September – 17.00 Uhr
EINFÜHRUNG: Dr. Katja Schlenker  Kuratorin GHH | Thorsten Nolting  Vorstandsvorsitzender Diakonie…

Ausstellungseröffnung: 1.September – 17.00 Uhr
EINFÜHRUNG: Dr. Katja Schlenker  Kuratorin GHH | Thorsten Nolting  Vorstandsvorsitzender Diakonie Düsseldorf | Manfred Binder Keyworker Oberkasselplus

Die deutsch-polnische Ausstellung »In der Wahrheit leben - Aus der Geschichte von Widerstand und Opposition gegen die Diktaturen im 20. Jahrhundert« ist eine Wanderausstellung der Stiftung Kreisau für Europäische Verständigung aus dem niederschlesischen Kreisau. Sie zeigt an ausgewählten Biografien oppositionelles, widerständisches Handeln gegen den Nationalsozialismus und in kommunistischen Diktaturen der ostmitteleuropäischen Länder nach dem Zweiten Weltkrieg – in Polen, der Tschechoslowakei, in der DDR.

Schwerpunkt des in Düsseldorf gezeigten Programms liegt auf dem Widerstand des »Kreisauer Kreises«, einer Gruppe, die sich 1940 um Helmuth James Graf von Moltke und Peter Graf Yorck von Wartenburg bildete und deren gewaltfreies Ziel eine staatliche und gesellschaftliche Neuordnung für Deutschland nach dem Ende des NS-Regimes war. Der Name »Kreisauer Kreis« ist angelehnt an das Gut Kreisau der Familie von Moltke. Nach dem gescheiterten Stauffenberg-Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurden auch zahlreiche Mitglieder des Kreisauer Kreises verhaftet. Helmuth James von Moltke schriebt in einem seiner letzten Briefe vor seiner Hinrichtung in Berlin Plötzensee: » … wir werden gehenkt, weil wir zusammen gedacht haben«.

In Kooperation mit: Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Kreisau-Initiative und Keyworker Oberkasselplus

15. September - 27. Oktober

Deutschland zwischen Besatzungszonen und Zwei-Staaten-Lösung (1945–1957)

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte…

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte beschlossen die Teilung des Landes in vier Sektoren. Diese Teilung bestimmte das Leben und nahm Einfluss auf die Verwaltung in den einzelnen Sektoren. So auch auf ihre Post und die Gestaltung der Briefmarken. Heute fungieren diese als stumme Zeitzeugen und geben Aufschluss über Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung der Besatzungsmächte. So spiegeln sie die Bewältigung der nationalsozialistischen Vergangenheit wider und präsentieren neue Vorbilder und Werte.
Die Basis für diese Ausstellung bildet die Briefmarkensammlung von Uwe Lejeune, welche er der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird in sechs Themenblöcken von je sechs Wochen Laufzeit vor der Bibliothek (2. Etage) gezeigt.
Laufzeit der Ausstellung: 15. September bis 27. Oktober

21. September, 19:00 - 21:00

Geschichte einer Liebe - Freya

Begleitprogramm zur Ausstellung »IN DER WAHRHEIT LEBEN«
Dokumentarfilm D 2016, 87 Min.
»Mit großem Glück lese ich Deine Briefe immer wieder«, schrieb…

Begleitprogramm zur Ausstellung »IN DER WAHRHEIT LEBEN«
Dokumentarfilm D 2016, 87 Min.
»Mit großem Glück lese ich Deine Briefe immer wieder«, schrieb der NS-Widerstandskämpfer Helmuth James Graf von Moltke während seiner Haft in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee an seine Frau Freya. Der Briefwechsel zwischen dem Ehepaar ist ein wichtiges historisches Dokument und ebenso Zeugnis einer bewegenden Liebe, die mit der Hinrichtung von Helmuth James von Moltke im Januar 1945 durch das NS-Regime ein jähes Ende fand. Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn haben sich in ihrem Dokumentarfilm diesem letzten Kapitel in der Beziehung der beiden Mitbegründer des »Kreisauer Kreises« angenommen. Interviews mit Freya von Moltke aus dem Jahr 2001 bilden die Grundlage für den Film und werden mit Ausschnitten aus den Briefen umspielt, gelesen von Nina Hoss und Ulrich Matthes. Trauer, Angst und Verzweiflung kommen zum Ausdruck, aber auch die Gewissheit, das Richtige getan zu haben.
Was Freya von Moltke bleibt, ist die Erinnerung an ihren Mann, die ihr auch die Diktatur nicht nehmen kann: »Jetzt lebst Du noch bei mir, und eines Tages wirst Du eben plötzlich nicht mehr auch bei mir, sondern nur in mir, anders weiterleben.«

Im Anschluss Gespräch mit den Regisseuren Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn.