15. September - 27. Oktober

Deutschland zwischen Besatzungszonen und Zwei-Staaten-Lösung (1945–1957)

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte…

Ausstellung Briefmarkenmotive
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste das besiegte Deutschland völlig neu strukturiert werden. Die Siegermächte beschlossen die Teilung des Landes in vier Sektoren. Diese Teilung bestimmte das Leben und nahm Einfluss auf die Verwaltung in den einzelnen Sektoren. So auch auf ihre Post und die Gestaltung der Briefmarken. Heute fungieren diese als stumme Zeitzeugen und geben Aufschluss über Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung der Besatzungsmächte. So spiegeln sie die Bewältigung der nationalsozialistischen Vergangenheit wider und präsentieren neue Vorbilder und Werte.
Die Basis für diese Ausstellung bildet die Briefmarkensammlung von Uwe Lejeune, welche er der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Die Ausstellung wird in sechs Themenblöcken von je sechs Wochen Laufzeit vor der Bibliothek (2. Etage) gezeigt.
Laufzeit der Ausstellung: 15. September bis 27. Oktober

11. Oktober, 19:00 - 21:00

Zatajené dopisy / Suppressed Letters

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2015, 52 Min., OmeU, Regie: Tomáš Kudrna
In der Gemeinde Květušín wurde 1950 ein bemerkenswertes soziales…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2015, 52 Min., OmeU, Regie: Tomáš Kudrna
In der Gemeinde Květušín wurde 1950 ein bemerkenswertes soziales Experiment unternommen, welches das Leben vieler Menschen grundlegend beeinflusst hat. Ziel war es, junge Roma zu erziehen und sie zu kultivierten und gebildeten Mitgliedern der Mehrheitsgesellschaft zu machen. Dazu wurden sie von ihren Familien getrennt und mehr oder weniger freiwillig in die Internatsschule des Erziehers und Lehrers Miroslav Dědíč gebracht.
Regisseur Tomáš Kudrna, der den Verlauf und die Folgen dieses sozialen Versuches thematisiert, hat sich in das Museum der Romakultur in Brno begeben und Zeitzeugen aus der Roma-Schule ausfindig gemacht. Erstaunlicherweise befürworten sie bis heute die Trennung von ihren Familien und erinnern sich gerne und mit Nostalgie an die Schulzeit und an ihren Lehrer. Bei der Spurensuche und in den Erinnerungen der Protagonisten schwingt jedoch auch Ungesagtes mit. Die Trennung von den Familien und die konfiszierten Briefe der Eltern sind für die ehemaligen Schüler auch nach vielen Jahren noch ein schwieriges Thema.
Die Dokumentation wurde 2015 beim Internationalen Festival für populärwissenschaftliche Filme »Academia Film Olomouc« als bester Film ausgezeichnet.


Im Anschluss Skype-Gespräch mit dem Regisseur