10. Januar - 21. Februar

Briefmarken der Französischen Besatzungszone 1945/46 bis 1949

Teil 3 der Ausstellung  (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Teil 3 der Ausstellung  (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

18. Januar, 17:00 - 19:00

Alfred Döblin und die »Bonner Republik«

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zum 140. Geburtstag von Alfred Döblin (1878–1957)

Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14,…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zum 140. Geburtstag von Alfred Döblin (1878–1957)

Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, Düsseldorf


Alfred Döblin war bereits im November 1945 wieder in Deutschland – als der wohl erste deutsche Autor von Weltrang kam er aus dem Exil zurück. Spätestens seit dem Erscheinen von »Berlin Alexanderplatz« (1929) einer der auch international bekanntesten deutschen Schriftsteller, war Döblin schon 1933 emigriert. Zunächst optimistisch und nach Kräften bestrebt an einem geistigen Neubeginn nach der Katastrophe der NS-Diktatur mitzuwirken, verließ Döblin 1953 zutiefst enttäuscht die junge BRD. An den ihm persönlich bekannten ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss schrieb er zum Abschied, er sei »in Deutschland überflüssig«.
Warum stieß Döblin auf Unverständnis und Ablehnung? Weil er jüdischer Herkunft und der Antisemitismus untergründig noch immer virulent war? Weil man dem in der Weimarer Republik als »Linker« bekannten Autor misstraute, wenngleich sich Döblin von früheren politischen Positionen distanzierte und inzwischen Katholik war? Weil man ihn als »Besatzer« wahrnahm, da er 1945 zunächst Mitarbeiter der Militärregierung in der französischen Besatzungszone war? Weil er, politischen Differenzen zum Trotz, Kontakt hielt zu alten Freunden, die jetzt in der DDR prominente Rollen spielten, nämlich zu Bert Brecht und Johannes R. Becher?
Im Rahmen der Ringvorlesung »Bonner Republik« in Kooperation mit der Heinrich-Heine-Universität