Bild: Kenji Higuchi
22. Februar - 03. Mai

Fukushima: Eine notwendige Erinnerung. Fotografien von Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in…

Ausstellung

Eröffnung: 22. Februar, 18 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22.03. bis 03.05.2019

Anlässlich des achten Jahrestags der Dreifachkatastrophe in Fukushima zeigt das Gerhart-Hauptmann-Haus in Kooperation mit dem aus japanischen und deutschen Mitgliedern bestehende Verein "Sayonara-Nukes-Düsseldorf" eine Ausstellung des Fotojournalisten Kenji Higuchi über die Opfer von Kernenergie, Atomkraft und Krieg.

Menschen mit Gesichtsmasken, eine von Giftgasen geschädigte Insel, Badegäste am Strand des nahen Mihama-Atomkraftwerks, ein risikoreicher Atomtransport, verstrahlte Arbeiter in den AKWs, verfälschte Strahlendosis-Daten – seit über 40 Jahren dokumentiert Kenji Higuchi Schicksale einzelner »Opfer des industriellen Wohlstands in Japan«, die unter Kernenergie, Atomkraft und Krieg gelitten haben und noch leiden. Seine eindrucksvollen Fotografien zeigen die Schattenseiten des rapiden wirtschaftlichen Wachstums in Japan, die Umweltschäden und die damit verbundenen Erkrankungen der Bevölkerung.

Bereits seit den 1970er-Jahren begleitet Kenji Higuchi japanische AKW-Leiharbeiter, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten und großer Gefahr ausgesetzt sind. Higuchi fotografierte und dokumentierte auch die Nachwirkungen der Giftgasproduktion auf der vor Hiroshima gelegenen Insel Ōkunoshima. Nach dem Genfer Vertrag ist die Verwendung von Giftgas untersagt. Deshalb wurde die Existenz dieser Fabrik streng geheim gehalten und die Insel von der japanischen Landkarte gestrichen. Auch 2011 verschaffte sich Higuchi nach der Nuklearkatastrophe im AKW Fukushima-Daiichi Zugang zum Unfallort. Dort hielt er die Arbeiten der Liquidatoren fest, die der hohe Radioaktivität ausgesetzt waren. Er dokumentiert das Schicksal dieser Arbeiter bis heute.

Kenji Higuchi war Professor der Fotografie an mehreren Institutionen in Tokyo und auch Berater des Nippon Photography Institute. 2001 erhielt er für seine Aufklärungsarbeit den Nuclear-Free-Future-Award der NGO »World Uranium Hearing«.

Mit dieser Ausstellung erinnert das Gerhart-Hauptmann-Haus ebenfalls an die Aufnahme der deutsch-japanischen Beziehungen, die vor 160 Jahren mit der sogenannten Eulenburg-Mission begann. Der Ostpreuße Friedrich Albrecht Graf zu Eulenburg (geb. 1815 in Königsberg, gest. 1881 in Schöneberg) stand im Oktober 1859 als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister an der Spitze der Preußischen Ostasienexpedition. Durch Eulenburgs große Beharrlichkeit und Geschick kamen die Handels-, Freundschafts- und Schifffahrtsverträge 1861 mit Japan und zunächst dem Staat Preußen zustande. Deutsch-Japanische Gesellschaften gründeten sich in Deutschland seit den 1880er-Jahren.

In Kooperation mit:

  • Deutsch-Japanische Gesellschaft Dortmund
  • IPPNW-Regionalgruppe Dortmund


BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

FILMVORFÜHRUNG
Fr., 22. März 2019, 18:00 Uhr
»KANON DER KLEINEN STIMMEN«
Japan 2015, 120 Min., OmU, Regie: Hitomi Kamanaka

Der in Japan gedrehte Dokumentarfilm begleitet und dokumentiert zwei Jahre lang das Leben und Schicksal einiger Familien, die aus der Nähe des Fukushima-AKWs geflüchtet sind.

FILMVORFÜHRUNG
Sa., 06. April 2019, 15:00 Uhr
»MEINE REISE MIT DEN HIBAKUSHA«
D 2014, OmU, Regie: Takashi Kunimoto

Der in Braunschweig lebende Filmemacher Takashi Kunimoto begleitete die Überlebenden der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki auf einer interkontinentalen Schiffsreise der NGO „Peace Boat“ – eine Reise, die vor dem Vergessen warnen sollte.

FILMVORFÜHRUNG
Mi., 24. April 2019, 18:00 Uhr
KURZDOKUMENTARFILME der japanische Filmemacherin Hitomi Kamanaka über Fukushima und Tschernobyl (OmU)

 

Quelle: Wikipedia
12. März - 03. Mai

Die deutsche Minderheit in Rumänien – Geschichte und Gegenwart im vereinten Europa

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler…

Eine Ausstellung in deutscher und rumänischer Sprache
Eröffnung: 12. März, 19 Uhr

Bereits im 12. Jahrhundert gelangten die ersten deutschen Siedler aus Luxemburg, Lothringen und den Bistümern Köln und Trier in das Gebiet des heutigen Transsylvaniens. Man bezeichnete sie später als Siebenbürger Sachsen. Im 18. Jahrhundert folgten Auswanderer aus Süddeutschland, die sich im damals dem Habsburger Reich zugehörigen Banat niederließen. 750.000 Deutsche lebten vor dem Zweiten Weltkrieg in Rumänien: Mit rund vier Prozent der Bevölkerung stellten sie damals nach den Ungarn die zweitgrößte Minderheit des Landes.

Die Minderheit reduzierte sich durch die Zwangsumsiedlungen der Nationalsozialisten, Flucht und Verschleppungen nach dem Einmarsch der Roten Armee während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 1970er- und 1980er-Jahren verließen Zehntausende Deutsche – durch Westdevisen freigekauft – den unter dem sozialistischen Diktator Nicolae Ceauşescu zunehmend verarmenden Karpatenstaat. Nach dem Fall des Diktators und der Öffnung des »Eisernen Vorhangs« folgte Anfang der 1990er-Jahre ein Massenexodus der deutschen Minderheit. Allein 1990 und 1991 schrumpfte sie auf ca. 60.000 Menschen, für die sich das Leben radikal ändern.

Gezeigt wurde die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Rumänien mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest erstellte Ausstellung im vergangenen Jahr u. a. im Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, in Liechtenstein und im Europäischen Parlament in Brüssel. Referenten: Dr. Paul Jürgen Porr und Benjamin Jozsa (Vorsitzender und Geschäftsführer des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien) sowie Rainer Lehni, Vorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Düsseldorf.

Laufzeit der Ausstellung: 13.03. – 03.05.2019

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen und Demokratisches Forum der Deutschen in Rumänien

Mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bukarest

17. April, 19:00 - 20:30

Švéd v žigulíku / The Russian Job

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 63 Min., OmeU, Regie: Petr Horky

Die russischen Autos der Marke Lada waren im ehemaligen Ostblock allen ein…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 63 Min., OmeU, Regie: Petr Horky

Die russischen Autos der Marke Lada waren im ehemaligen Ostblock allen ein Begriff. Inzwischen steckt die Fabrik in finanziellen Nöten. So wird ein schwedischer Top-Manager angeworben, der sie wieder flottmachen soll. Begleitet wird er von tschechischen Kollegen und Kolleginnen, die als erfahrene Vermittler zwischen West und Ost fungieren.

Bo Inge Andersson soll den Traditionsbetrieb wieder wettbewerbsfähig machen und hat konkrete Vorstellungen. Die Angestellten in der Fabrik jedoch kümmern sich wenig um seine Pläne, sie interessiert das tägliche Überleben und ihr Saunaclub. Der Schwede und seine tschechischen Begleiter verlieren sich zunehmend in einer ihnen unverständlichen Welt, in der absurde Militärparaden stattfinden, in der immer mehr leerstehende Betriebsferienheime auftauchen und schließlich eine Yacht für den Betriebsdirektor, die zwar unterhalten, deren Existenz vor ihm aber geheim gehalten wird. Der beeindruckend gefilmte Debütfilm von Petr Horky, der auf dem Filmfestival IDFA Amsterdam Premiere hatte, erhielt den Pavel Koutecky Preis 2018.

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin