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November 2018

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21. September - 02. November

Rebellion im Dorf. Düsseldorf ’68

Ausstellung

Eröffnung: 21. September, 19 Uhr

Das Jahr 1968 steht als Chiffre für eine Zeit des Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. Die…

Ausstellung

Eröffnung: 21. September, 19 Uhr

Das Jahr 1968 steht als Chiffre für eine Zeit des Umbruchs und gesellschaftlichen Aufbruchs. Die damaligen Proteste der jungen Generation richteten sich gegen das in den 60ern vorherrschende restaurative Gesellschaftsklima und gegen althergebrachte Leitwerte wie Gehorsam, Disziplin, Pflichterfüllung und Autorität. Stattdessen galten Demokratie, Frieden, Freizügigkeit, Antiimperialismus und Solidarität als Ideale.

Die Ausstellung präsentiert ein Projekt der Keyworker Oberkasselplus, welche durch autobiografische Aspekte und den lokalen Bezug zu Düsseldorf diese Zeit wieder lebendig werden lassen wollen. Es werden Ereignisse, Entwicklungen, Gruppen, Aktionen und Netzwerke, die für Düsseldorf und die kulturgeschichtliche Umbruchzeit um 1968 wichtig waren, gezeigt. Denn auch wenn Düsseldorf nicht als Zentrum der 68er Protestbewegungen gilt, gab es auch hier Demonstrationen und Proteste auf der Straße, an der Uni, der Kunstakademie und in Schulen. In den 60er-Jahren wurden »linke« Kneipen wie das Creamcheese eröffnet, Kinderläden und Bürgerinitiativen entstanden und auch die Musik-, Mode- und Werbeszene ließ sich von dem sich wandelnden Lebensgefühl inspirieren. Durch Begleitveranstaltungen (siehe www.g-h-h.de) wie Konzerte, Diskussionen, Lesungen oder ein Erzählcafé soll das Thema der 68er ebenfalls vertieft und die Besucher dazu ermuntert werden, sich selbst einzubringen und ihre Meinungen auszutauschen.

Laufzeit der Ausstellung: 22. September bis 2. November 2018

Panzer und Barrikaden an der Kreuzung Villányl Straße/Móricz-Zsigmond-Platz

Foto: Levente Zorkóczy, Archiv des Ungarisches Nationalmuseums
22. Oktober - 31. Januar

Oktober 1956. Ein verewigter Spiegel der Vergangenheit

Ausstellung

Eröffnung: 22.10.2018, 16:30 Uhr; Eröffnungsrede: Zoltan Balog, Beauftragter des Ministerpräsidenten von Ungarn
Laufzeit: 23.10. bis…

Ausstellung

Eröffnung: 22.10.2018, 16:30 Uhr; Eröffnungsrede: Zoltan Balog, Beauftragter des Ministerpräsidenten von Ungarn
Laufzeit: 23.10. bis Januar 2019

Levente Zorkóczy, Zeitzeuge des Ungarn-Aufstandes von 1956, präsentiert eine Auswahl von 20 schwarz-weiß Aufnahmen, die die Geschichte von 1956 aus einer persönlichen Perspektive erzählen.

In Kooperation mit: Ungarisches Konsulat

02. November, 17:00 - 19:00

Verleihung des Andreas-Gryphius-Preises

Lesung und Gespräch mit dem Preisträger Catalin Dorian Florescu

Lesung und Gespräch mit dem Preisträger Catalin Dorian Florescu

Foto: Filmszene
03. November, 15:00 - 17:00

PL/3. Polnische Trilogie. Drei Zeitalter, drei Menschen, drei Blicke ins Nachbarland

Filmvorführung und Gespräch mit Kai von Westerman

Der Kameramann, Regisseur und Autor Kai von Westerman stammt aus einer deutschbaltischen Familie.…

Filmvorführung und Gespräch mit Kai von Westerman

Der Kameramann, Regisseur und Autor Kai von Westerman stammt aus einer deutschbaltischen Familie. Auch deswegen gilt sein besonderes Interesse unseren östlichen Nachbarn. In seiner »Polnischen Trilogie«, zwischen 2008 und 2013 entstanden, folgte er drei ganz unterschiedlichen Menschen und schuf eindrucksvolle Porträts, die als lebendige Beispiele das komplizierte deutsch-polnische Beziehungsgeflecht in Geschichte und Gegenwart beleuchten. Kai von Westerman zeigt die drei kurzen Filme und diskutiert mit dem Publikum.

In Kooperation mit: Deutsch-Baltische Landsmannschaft in NRW e .V.

05. November, 19:00 - 21:00

»Draußen brennt der Tempel. Das ist auch ein Gotteshaus.«

Vortrag von Christian Feldmann zum 75. Todestag von Dompropst Bernhard Lichtenberg

Seit in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen…

Vortrag von Christian Feldmann zum 75. Todestag von Dompropst Bernhard Lichtenberg

Seit in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 die Synagogen brannten, betete Bernhard Lichtenberg (1875-1943) in der täglichen Abendandacht öffentlich "für die Priester in den Konzentrationslagern, für die Juden, für die Nichtarier". Lichtenberg, 1875 im niederschlesischen Ohlau (heute Oława) geboren, 1899 zum katholischen Priester geweiht, tat dies an prominenter Stelle: in der St. Hedwigs-Kathedrale im Herzen der "Reichshauptstadt", in Rufweite zum Machtzentrum der NS-Diktatur. Der Geistliche war den NS-Größen längst als kompromissloser Gegner bekannt. In der Charlottenburger Stadtverordnetenversammlung war er schon Ende der 1920er-Jahre heftig mit dem späteren Minister Goebbels aneinandergeraten. Seit 1933 immer wieder drangsaliert, blieb er durch Protestschreiben und andere Bekenntnisakte den Machthabern ein dauerndes Ärgernis. Vielen Verfolgten leistete er praktische Hilfe. Im Oktober 1941 verhaftet, wurde der er im Mai 1942 wegen "Kanzelmißbrauchs" zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, im Anschluss sollte er im Konzentrationslager Dachau in Haft bleiben. Er starb während des Transports dorthin. 1996 wurde er seliggesprochen, seit 2005 wird Lichtenberg in der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt.

Der bekannte Theologe und Publizist Christian Feldmann hat u. a. auch über Edith Stein, Alfred Delp, Elie Wiesel geforscht.

08. November, 15:00 - 17:00

Hans Fallada – der Autor, das Buch, die Verfilmung

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«
Einführung von Prof. Dr. Winfrid Halder. Im Anschluss Filmvorführung
»Jeder stirbt für sich allein«
(D,…

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«
Einführung von Prof. Dr. Winfrid Halder. Im Anschluss Filmvorführung
»Jeder stirbt für sich allein«
(D, 1976) mit Hildegard Knef, Carl Raddatz, Regie: Alfred Vohrer

Ergänzend zu den Veranstaltungen in der Zentralbibliothek (mittwochs im November, 20.00 Uhr) zeigt das GHH drei Versionen des Klassikers:

08.11.: »Jeder stirbt für sich allein«, (D, 1976) mit Hildegard Knef, Carl Raddatz, Regie: Alfred Vohrer
13.11.: »Jeder stirbt für sich allein«, (DDR, 1970) mit Erwin Geschonneck, Wolfgang Kieling u. a., Regie: Hans-Joachim Kasprzik
22.11.: »Jeder stirbt für sich allein«, (GB/F/D, 2016) mit Emma Thompson, Brendan Gleeson, Daniel Brühl u. a., Regie: Vincent Perez)


Der Autor Hans Fallada wurde in den letzten Jahren neu entdeckt. Geboren am 21. Juli 1893 in Greifswald, veröffentlichte Fallada seit den 1930er-Jahren bis heute populäre Romane wie »Kleiner Mann – was nun?« (1932), »Jeder stirbt für sich allein« (1947) oder »Der Trinker« (1950 posthum). Er selbst war eine zerrissene Persönlichkeit. Ein von seinen Dämonen bedrängter Künstler, Frauenheld, Opportunist, Ex-Sträfling und Morphinist, auf der anderen Seite ein respektierter Landwirt, liebender Familienvater und sich unter Lebensgefahr vom Alptraum des Dritten Reichs freischreibender Nazi-Gegner. Hans
Fallada starb am 5. Februar 1947 in Berlin.

 

 

Foto: danny merz
08. November, 19:00 - 21:00

Die Katze und der General

Lesung und Gespräch mit Nino Haratischwili

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen "Der General" genannt, hat ein neues Leben in…

Lesung und Gespräch mit Nino Haratischwili

Alexander Orlow, ein russischer Oligarch und von allen "Der General" genannt, hat ein neues Leben in Berlin begonnen. Doch die Erinnerungen an seinen Einsatz im Ersten Tschetschenienkrieg lassen ihn nicht los. Die dunkelste ist jene an die grausamste aller Nächte, nach der von der jungen Tschetschenin Nura nichts blieb als eine große ungesühnte Schuld. Der Zeitpunkt der Abrechnung ist gekommen. Nino Haratischwili spürt in ihrem neuen Roman den Abgründen nach, die sich zwischen den Trümmern des zerfallenden Sowjetreichs aufgetan haben. "Die Katze und der General" ist ein spannungsgeladener, psychologisch tiefgehender Schuld-und-Sühne-Roman über den Krieg in den Ländern und in den Köpfen, über die Sehnsucht nach Frieden und Erlösung.

Moderation: Maren Jungclaus, Literaturbüro NRW Im Rahmen der Reihe: ... der Stern der Morgenröte erscheint - das Gastland der Frankfurter Buchmesse GEORGIEN in Düsseldorf ;

In Kooperation mit: Heinrich-Heine-Institut, Literaturbüro NRW, zakk, Zentralbibliothek

09. November, 19:00 - 21:00

Europa und der Erste Weltkrieg

Eine multimediale DokuLive-Präsentation mit Ingo Espenschied

Der studierte Politologe und Journalist Ingo Espenschied ist schon seit Langem ein…

Eine multimediale DokuLive-Präsentation mit Ingo Espenschied

Der studierte Politologe und Journalist Ingo Espenschied ist schon seit Langem ein versierter Experte für die lebendige Präsentation historischer Inhalte mit Hilfe moderner Technik. Seine DokuLive-Produktion zum Ersten Weltkrieg bringt dem Publikum das dramatische Geschehen der Jahre 1914 bis 1918 auf ungeahnte Weise nahe.

In Kooperation mit: Konrad-Adenauer-Stiftung, Landes- und Regionalbüro Rhein-
land (Düsseldorf)

Foto: Nadeschda Krupskaja (1890)
12. November, 18:00 - 20:00

Lenins Frauen – Nadeschda Krupskaja und Inessa Armand

Vortrag von Natascha Janovskaja

Ein Sprichwort sagt: »Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau«. Hinter Vladimir Iljitsch Lenin standen zwei:…

Vortrag von Natascha Janovskaja

Ein Sprichwort sagt: »Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau«. Hinter Vladimir Iljitsch Lenin standen zwei: seine Ehefrau Nadeschda Krupskaja und seine Geliebte Inès/Inessa Armand. In der sowjetischen Geschichtsschreibung hatte die romantische Dreiecksbeziehung jedoch keinen Platz. Der Kult um den Revolutionsführer ließ nur das Bild des Helden der Oktoberrevolution zu, dem Bücher wichtiger waren als Frauen. Dabei ist der Einfluss der beiden auf den russischen Revolutionsführer nicht zu vernachlässigen, denn er diskutierte mit ihnen auch seine politischen Entscheidungen und ideologischen Vorstellungen. Über das besondere Verhältnis des Revolutionsführers Lenin zu seinen beiden »Lebensfrauen« referiert die Diplom-Pädagogin Natascha Janovskaja.

In Kooperation mit: VHS Düsseldorf

Foto: Fotoarchiv Aufbau Verlag
13. November, 15:00 - 17:00

Hans Fallada - »Jeder stirbt für sich allein«

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«

(DDR, 1970) mit Erwin Geschonneck, Wolfgang Kieling u. a., Regie: Hans-Joachim Kasprzik

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«

(DDR, 1970) mit Erwin Geschonneck, Wolfgang Kieling u. a., Regie: Hans-Joachim Kasprzik

Vor Regierungstruppen Flüchtende auf dem Hindenburgwall (heute Heinrich-Heine-
Allee), hinten links Warenhaus Tietz (heute: Kaufhof), Ende Februar 1919

Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
13. November, 19:00 - 21:00

»Kometenjahre« – die Welt im Aufbruch

Vortrag von Prof. Daniel Schönpflug

November 1918 – vor 100 Jahren ist der Erste Weltkrieg zu Ende gegangen und hinterlässt neben Schutt und Asche…

Vortrag von Prof. Daniel Schönpflug

November 1918 – vor 100 Jahren ist der Erste Weltkrieg zu Ende gegangen und hinterlässt neben Schutt und Asche Menschen, vor denen eine ungewisse Zukunft liegt. Daniel Schönpflug beschreibt in seinem neuen Buch diese Zeitenwende aus der individuellen Perspektive von Menschen: Die Kosakin Marina Yurlova kämpft in Sibirien gegen die Revolution, Käthe Kollwitz macht ihren Schmerz zu Kunst, Rudolf Höß marschiert mit dem Freikorps, Virginia Woolf revolutioniert den Roman, Walter Gropius will mit der Architektur die Gesellschaft verändern und die Publizistin Louise Weiss wirbt in Paris leidenschaftlich für ein vereintes Europa.

Veranstaltungsreihe von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Stadtbüchereien Düsseldorf, Stadtarchiv Düsseldorf, Stiftung Gerhart Hauptmann Haus, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. und Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut

Foto: Verlag C.H. Beck
15. November, 19:30 - 21:00

Auf Messers Schneide. Wie das Deutsche Reich den Ersten Weltkrieg verlor

Vortrag von Prof. Dr. Holger Afflerbach

Hätte der Erste Weltkrieg auch anders ausgehen können? Holger Afflerbach zeichnet die militärischen…

Vortrag von Prof. Dr. Holger Afflerbach

Hätte der Erste Weltkrieg auch anders ausgehen können? Holger Afflerbach zeichnet die militärischen Entwicklungen nach und analysiert die politisch-strategischen Entscheidungen. In seinem auf zahlreichen neuen Archivrecherchen basierenden Buch zeigt er, dass ein Unentschieden das logische Ergebnis gewesen wäre – wenn die deutsche Führung nicht schwere Fehler begangen hätte. Doch auch die Politik der Alliierten muss kritischer gesehen werden. Die deutsche Politik war nicht so eindeutig auf umfassende Eroberungen festgelegt, wie von den Alliierten behauptet, und die wiederholten Friedensangebote Deutschlands waren ernst gemeint. Das Ergebnis von Afflerbachs Untersuchung ist eine »fundamentale Infragestellung der heutigen geschichtspolitischen Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs« (Herfried Münkler in der »Zeit«). Die zentralen Thesen sollen vorgestellt und mit dem Autor diskutiert werden. Prof. Dr. Holger Afflerbach studierte an der Heinrich-Heine-Universität. Seit 2006 lehrt und forscht er in England an der University of Leeds.

16. November, 14:30 - 20:00

Flügel und Wurzeln für die EU

Ein intergenerationeller Workshop

In was für einer EU wollen wir in Zukunft leben? Wie können wir dem Europagedanken und der EU neue Flügel…

Ein intergenerationeller Workshop

In was für einer EU wollen wir in Zukunft leben? Wie können wir dem Europagedanken und der EU neue Flügel verleihen? Der Workshop möchte die Diskussion zwischen den Generationen anregen, um über eine gemeinsame Basis europäischen Engagements und neue Träume und Visionen für die Zukunft nachzudenken. In Arbeitsgruppen werden die Themen bearbeitet und in einer abschließenden Podiumsdiskussion lokalen Vertretern europäischer Institutionen präsentiert. Der Workshop wird zugleich in vier weiteren Städten NRWs stattfinden, die Teilnehmer können an einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung am 18. Dezember 2018 im Dortmunder Rathaus teilnehmen.

Weitere Infos und formlose Anmeldung bei Dr. Sabine Grabowski, 0211-1699113, grabowski@g-h-h.de; In Kooperation mit: Internationales Bildungs- und Begegnungswerk IBB Dortmund

19. November, 19:00 - 21:00

»Die deutsche Juden-Bartholomäusnacht« - Zur Reaktion und Rezeption des 9. November 1938 bei deutschen Autoren

Vortrag von Prof. Dr. Daniel Hoffmann

Die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, von den Nationalsozialisten als »Kristallnacht« deklariert, hat…

Vortrag von Prof. Dr. Daniel Hoffmann

Die Reichspogromnacht vom 9. November 1938, von den Nationalsozialisten als »Kristallnacht« deklariert, hat jüdische Autoren zunächst vor Schreck verstummen lassen. Victor Klemperer etwa schreibt einen Monat lang nicht in sein heute berühmtes Tagebuch. Aber auch in der Nachkriegszeit ist die Pogromnacht eher ein erschreckendes historisches Datum als ein Thema für die literarische Darstellung. Daniel Hoffmann widmet sich nach diesem Aspekt den Darstellungen im Nachkriegsdeutschland, z. B. Albrecht Goes‘ Erzählung »Das Brandopfer«.

Dr. Daniel Hoffmann, apl. Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft, ist Lehrbeauftragter an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zurzeit lehrt er am Institut für jüdisch-christliche Forschung an der Universität Luzern.

Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
20. November, 20:00 - 22:00

Der überforderte Frieden. Versailles und die Welt 1918–1923

Vortrag von Prof. Dr. Jörn Leonhard
Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, Düsseldorf

Die Diplomaten und Staatsmänner, die im…

Vortrag von Prof. Dr. Jörn Leonhard
Veranstaltungsort: Haus der Universität, Schadowplatz 14, Düsseldorf

Die Diplomaten und Staatsmänner, die im Frühjahr 1919 nach Paris kamen, standen vor der Aufgabe, den größten Krieg, den die Welt bis dahin erlebt hatte, zu beenden und eine neue Friedensordnung zu finden. Leonhards meisterhaftes Buch erkundet die Ereignisse in Europa und weit darüber hinaus und zeigt, wie sich Aufbrüche und Untergänge, Revolutionen und fortdauernde Kämpfe mit der Suche nach Frieden verbanden. Hochfliegende Erwartungen und teils widersprüchliche Versprechen werden ebenso deutlich wie die tatsächlichen Realitäten vor Ort.

Moderation: Frank Vollmer, Redakteur Rheinische Post

Veranstaltungsreihe von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Stadtbüchereien Düsseldorf, Stadtarchiv Düsseldorf, Stiftung Gerhart Hauptmann Haus, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. und Düsseldorfer w/Respekt und Mut

21. November, 19:00 - 21:00

Ein einst berühmter Dichter aus Ostpreußen - Hermann Sudermann (1857–1928) zum 90. Todestag

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner

Zu seinen Lebzeiten war Hermann Sudermann einer der populärsten Dramatiker, gleichrangig mit seinem Zeitgenossen…

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner

Zu seinen Lebzeiten war Hermann Sudermann einer der populärsten Dramatiker, gleichrangig mit seinem Zeitgenossen Gerhart Hauptmann. Jede Premiere war ein gesellschaftliches Großereignis. Zu seinen bekanntesten Bühnenwerken zählten »Die Ehre« mit 3000 Aufführungen und »Heimat« mit fast 4000 Aufführungen. 1917 konnte er mit den »Litauischen Geschichten« einen Welterfolg landen, er zählte zu den reichsten Schriftstellern der Weimarer Republik. In ihrem Vortrag beschreibt die Germanistin Dr. Bärbel Beutner das Leben des aus Ostpreußen stammenden Schriftstellers, das sich oft zwischen Sorgen und Aufstieg, Ruhm und Anfeindungen, Reichtum und Despression bewegte.

In Kooperation mit: BdV-Landesverband Nordrhein-Westfalen

Foto: Fotoarchiv Aufbau Verlag
22. November, 15:00 - 17:00

Hans Fallada - »Jeder stirbt für sich allein«

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«

(GB/F/D, 2016) mit Emma Thompson, Brendan Gleeson, Daniel Brühl u. a., Regie: Vincent Perez

 

Reihe »Literarischer Schnellkurs – Hans Fallada«

(GB/F/D, 2016) mit Emma Thompson, Brendan Gleeson, Daniel Brühl u. a., Regie: Vincent Perez

 

Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
22. November, 20:00 - 22:00

»und den Kronprinzen mag man auch nicht« - Aus den Tagebüchern von Willy Spatz und Emil J. Friderici

Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, Düsseldorf

Werden historische Bücher geschrieben, so erscheinen viele Ereignisse…

Veranstaltungsort: Zentralbibliothek, Bertha-von-Suttner-Platz 1, Düsseldorf

Werden historische Bücher geschrieben, so erscheinen viele Ereignisse und Entwicklungen klar und folgerichtig, ja unausweichlich oder gar alternativlos. Das sahen die Zeitgenossen natürlich anders. Der Düsseldorfer Maler und Akademieprofessor Willy Spatz und der (verhinderte) Literat Emil Johann Friderici führten während des gesamten Ersten Weltkriegs Tagebuch. Die großen Umwälzungen, Unsicherheit und Zukunftsangst sind hier mit den Händen greifbar. Aus beiden im Stadtarchiv aufbewahrten, einzigartigen Quellen werden diese zeitgenössischen Wahrnehmungen von Kriegsende und Revolution mit musikalischer Umrahmung nacherzählt.

Veranstaltungsreihe von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Stadtbüchereien Düsseldorf, Stadtarchiv Düsseldorf, Stiftung Gerhart Hauptmann Haus, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. und Düsseldorfer Appell/Respekt und Mut

Foto: Trude Fleischmann
26. November, 18:00 - 20:00

»Mir graut vor diesen Tagen und mir graut vor den Jahren, die kommen werden.« - Stefan Zweig im Ersten Weltkrieg

Kommentierte Lesung mit Andreas Bialas MdL, Peter Grabowski und Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Stadtteilbibliothek Wuppertal Langerfeld,…

Kommentierte Lesung mit Andreas Bialas MdL, Peter Grabowski und Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Stadtteilbibliothek Wuppertal Langerfeld, Schwelmer Str. 11, Wuppertal

Stefan Zweig (1881–1942) war im Sommer 1914 bereits ein profilierter Schriftsteller, Sohn eines wohlhabenden Wiener Elternhauses, hochgebildet, weitgereist mit Freunden in aller Welt. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges veränderte sein Leben grundlegend. Zwar meldete sich der 32-Jährige freiwillig zum Dienst in der k. u. k.-Armee und erhielt als »nicht feldverwendungsfähig« einen sicheren Posten im Kriegsarchiv. Dennoch teilte Zweig nie die ungehemmte Begeisterung, mit der gerade viele Intellektuelle den Kriegsbeginn begrüßten. Unter dem Eindruck des Kriegsgeschehens wandelte sich Zweig zum entschiedenen Gegner militärischer Gewalt. 1917 stellte er sein aufsehenerregendes Antikriegsdrama »Jeremias« fertig. Stefan Zweigs Wendung zum Pazifismus wird mit Auszügen aus Briefen, Tagebüchern und anderen Texten, darunter »Jeremias«, nachvollziehbar gemacht.

Im Rahmen des Wuppertaler Literaturfestivals LangLese »Gegen Gewalt«
Weitere Infos: www.langlese.de

Die Delegation der Zionisten unter Führung Theodor Herzls (Mitte), die Ende Oktober 1898 nach Palästina kam, um mit Wilhelm II. zusammenzutreffen.
28. November - 28. Februar

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« - Lebenswege jüdischer Palästina-Auswanderer aus dem östlichen Europa

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das…

Ausstellung

Eröffnung: 28. November, 18 Uhr

Fast zweitausend Jahre lang einte die Hoffnung auf eine Rückkehr in die historische Heimat, in das gelobte Land eretz jisrael, das verstreute jüdische Volk. Unter dem Eindruck des aufkommenden Antisemitismus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts legte Theodor Herzl mit seinen Schriften die Grundlage für die zionistische Bewegung. Sie hatte die Wiederansiedlung von Juden in Palästina und den Aufbau eines Staatswesens zum Ziel.

»Wenn ihr wollt, ist es kein Märchen« ermutigte Theodor Herzl in seinem utopischen Roman »Altneuland« zur Realisierung dieser Vision. Über 200.000 Juden kamen seit den 1880er-Jahren bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland in mehreren Einwanderungswellen nach Palästina, bis 1933 überwiegend aus Osteuropa. Polen bildete das Zentrum zionistischer Aktivität. Zionisten in Polen waren in zahlreichen Parteien, Vereinen und Jugendbewegungen organisiert. In Palästina organisierten sich die jüdischen Einwanderer in einer Gemeinschaft mit vorstaatlichen Strukturen, dem sogenannten Jischuw.

Während der nationalsozialistischen Verfolgung und Vernichtung nahm Palästina unter den Ländern, in denen europäische Juden Zuflucht fanden, einen besonderen Stellenwert ein. Flüchtlinge, die nach Palästina emigrierten, hofften auf einen jüdischen Nationalstaat, dessen Bürger und Bürgerinnen sie sein würden, und nicht, wie in allen anderen Exilländern eine gesellschaftliche Minderheit. Mit Kriegsende im Mai 1945 kam es zur Massenflucht jüdischer Holocaustüberlebender aus Osteuropa in die westlichen Besatzungszonen. Hier lebten sie in Auffanglagern als sogenannte »Displaced Persons« (DP). Für ca. eine Viertelmillion jüdische Menschen begann dort eine weitere ungewisse Wartezeit. Nur etwa 3.000 jüdischen DPs wurde zwischen 1945 und 1950 die Einreise nach Großbritannien erlaubt. Erst mit der Gründung des Staates Israel im Mai 1948 eröffnete sich die Chance auf einen Neubeginn. Bis Ende des Jahres trafen mehr als 100.000 jüdische Neueinwanderer in Israel ein; bis Dezember 1951 stieg ihre Zahl auf ca. 700.000. Die meisten Einwanderer kamen aus Osteuropa, wo sie von neuer anti-jüdischer Gewalt bedroht waren. Die im Gerhart-Hauptmann-Haus gezeigte Ausstellung wurde vom Haus der Heimat Baden Württemberg anlässlich der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren konzipiert und erinnert an die jüdischen Auswanderer. Im Mittelpunkt stehen ausgewählte Lebenswege und Personen, unter ihnen Lea Rabin (geb. Schloßberg), der Schriftsteller Max Brod, der Maler und Grafiker Jakob Steinhardt aus Posen und viele andere. Die Ausstellung erläutert die Gründe ihrer Emigration wie ihr Wirken in Kunst, Kultur und Bildung, in Gesellschaft und Politik.

Laufzeit der Ausstellung: 28.11.2018 bis 28.02.2019

In Kooperation mit: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg

Denkmal für die Opfer von Maly Trostinez in Minsk
29. November, 19:00 - 21:00

Notwendiges Gedenken, endlich: Malyi Trostenez, eine dem Vergessen entrissene Holocaust-Stätte

Vortrag von Dr. Alexander Dalhouski

Am 29. Juni 2018 war Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier zu Gast bei der Eröffnung der Gedenkstätte in…

Vortrag von Dr. Alexander Dalhouski

Am 29. Juni 2018 war Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier zu Gast bei der Eröffnung der Gedenkstätte in Malyi Trostenez, wenige Kilometer von Minsk entfernt. Endlich wird seither dort an Zehntausende Menschen erinnert, die Opfer der antisemitischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik des NS-Staates wurden. Bald nach der Besetzung der Region durch deutsche Truppen wurden in Malyi Trostenez ein Zwangsarbeitslager und eine Massenmordstätte für jüdische Menschen geschaffen. Vermutlich sind an nur wenigen anderen Orten auf dem Gebiet der damaligen Sowjetunion mehr Menschen ermordet worden. Nachdem die Deutschen im Herbst 1943 versucht hatten, die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen, blieb Malyi Trostenez jahrzehntelang unbeachtet. Erst jüngst hat sich dies geändert. Der Minsker Historiker Dr. Alexander Dalhouski zeichnet die Ereignisse in Malyi Trostenez sowie die Entstehungsgeschichte der Gedenkstätte nach.

Die Veranstaltung ist Bestandteil des Begleitprogramms zu der Ausstellung des IBB über Malyi Trostenez, die ab dem 13.11. im nordrhein-westfälischen Landtag gezeigt wird.

In Kooperation mit: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas - Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk IBB Dortmund