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Mai 2017

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Gerda Taro und Robert Capa
16. März - 15. Mai

Bilder der Solidarität

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg…

Ausstellung – Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro

In Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg und den Tod der Fotojournalistin Gerda Taro vor 80 Jahren zeigt die von Benedikt Behrens (Hamburg) kuratierte Ausstellung überwiegend unbekannte Fotos aus dem Spanischen Bürgerkrieg. Nach dem Militärputsch in Spanien am 18. Juli 1936 gingen die beiden Fotografen Gerda Taro und Robert Capa nach Spanien, um den Bürgerkrieg zu dokumentieren. Sie fotografierten die Gräuel des Spanischen Bürgerkriegs von der republikanischen Seite für verschiedene internationale Zeitungen. Am 25. Juli 1937 wurde Gerda Taro während eines Angriffs der deutschen Legion Condor in Spanien von einem Panzer überrollt und verstarb. Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Alfred Kantorowicz und Gerda Taro. Die Negative der gezeigten Fotos von Gerda Taro sind erst vor wenigen Jahren im Zusammenhang mit dem Wiederauffinden des legendären »mexikanischen Koffers« entdeckt worden.

02. Mai, 19:00 - 21:00

»Ein anderes Rumänien?«

Gesprächsabend über die aktuelle politische Krise mit Prof. Dr. Hans-Christian Maner
Seit einigen Monaten demonstrieren in Rumänien die Menschen…

Gesprächsabend über die aktuelle politische Krise mit Prof. Dr. Hans-Christian Maner
Seit einigen Monaten demonstrieren in Rumänien die Menschen massenhaft gegen die amtierende Regierung. Sie werfen ihr Korruption und persönliche Vorteilnahme vor. »Wir wollen nicht länger von Dieben regiert werden«, skandieren die Demonstranten. Es sind die größten Proteste seit dem gesellschaftspolitischen Umbruch von 1989/90. Die Forderung nach einem anderen Rumänien ohne Korruption und mit verantwortlichen Bürgern und Politikern wird immer lauter. Dabei geht es nicht nur um nationale Belange, die Demonstrationen haben auch eine europäische Dimension und werden von den Nachbarn in der EU aufmerksam verfolgt. In einem Gespräch mit dem Historiker und Osteuropa-Experten Professor Hans-Christian Maner sollen die aktuellen Entwicklungen in Rumänien vor den historischen Hintergründen beleuchtet und hinterfragt werden.

Das Schloss in Bratislava; Foto wikipedia
03. Mai - 10. Mai

Von Wien in die Hohe Tatra

Studienreise in die Slowakei
Anmeldefrist: 31.01.2017 
Flug von Düsseldorf nach Wien, Bratislava/Preßburg, Banska Bystrica/Neusohl, Niedere Tatra,…

Studienreise in die Slowakei
Anmeldefrist: 31.01.2017 
Flug von Düsseldorf nach Wien, Bratislava/Preßburg, Banska Bystrica/Neusohl, Niedere Tatra, Rosenau/Roznava, Kosice/Kaschau, Hohe Tatra, Zips, Tyrnau/Trnava, Bratislava, Rückflug Wien-Düsseldorf
Preis: ca. 1.099 €, EZ-Zuschlag 170 €; Detaillierte Informationen und Anmeldungen: Mattias Lask, 0211-16991-18, lask@g-h-h.de

12. Mai, 19:00 - 21:00

Trio Contraste aus Rumänien

Konzert
Seit 1983 erspielte sich das Trio Contraste ein Renommee weit über die Grenzen Rumäniens hinaus. Mitglieder des Trios sind Ion Bogdan…

Konzert
Seit 1983 erspielte sich das Trio Contraste ein Renommee weit über die Grenzen Rumäniens hinaus. Mitglieder des Trios sind Ion Bogdan Ștefănescu (Flöte), Sorin Petrescu (Klavier) und Doru Roman (Schlagzeug). Auf dem Programm des Konzerts stehen Werke der zeitgenössischen Musik Rumäniens.

13. Mai

NS-Ordensburg Vogelsang

Tagesexkursion nach Vogelsang und in den Nationalpark Eifel
Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang ist mit rund 100 Hektar Fläche eines der größten…

Tagesexkursion nach Vogelsang und in den Nationalpark Eifel
Die ehemalige NS-Ordensburg Vogelsang ist mit rund 100 Hektar Fläche eines der größten Bauensembles der NS-Zeit. Die seit 1989 denkmalgeschützte Anlage wurde ab 1934 errichtet und nach dem Zweiten Weltkrieg als Truppenübungsplatz genutzt. Heute ist der Erinnerungsort »Vogelsang IP« eine Stätte des Diskurses und der Begegnung: Lernraum, Ausstellungs- und Bildungszentrum sowie kultureller Veranstaltungs- und Tagungsort. Damit leistet er als Erinnerungs- und Bildungsarbeit am ehemaligen »Täterort« einen Beitrag zur präventiven Arbeit gegen Rassismus und Rechtsextremismus und für ein auf demokratischen Werten beruhendes Miteinander. Geplant sind Führungen durch die Ausstellungen und das Gelände.
Kosten: 49,50 €, inkl. Busfahrt, Eintritt, Führungen; Anmeldung: VHS Düsseldorf, Veranstaltungsnr. O130006; Treffpunkt: Neuss Hbf, Busspur v. d. Haupteingang

15. Mai, 18:00 - 20:00

»Ich habe nur als Mensch gehandelt …« Anton Schmid – Ein Gerechter unter den Völkern

Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Wette
Anton Schmid wird von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt, in Haifa…

Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Wette
Anton Schmid wird von der israelischen Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern geehrt, in Haifa ist ein Platz nach ihm benannt und das ZDF verfilmte sein Leben. Dabei war Anton Schmid ein »einfacher Mann«. 1900 in Wien geboren arbeitete er als Installateur und war politisch nicht aktiv. 1938, nach dem »Anschluss« Österreichs, verhalf er jüdischen Bekannten zur Flucht. 1940 wurde er in die Wehrmacht eingezogen und 1941 in der litauischen Stadt Wilna stationiert. Aus seiner humanitären Überzeugung heraus rettete er über 300 Juden aus dem Ghetto von Wilna. Schmid hat außerdem jüdische Widerstandsgruppen unterstützt. 1942 wurden seine Rettungsaktionen entdeckt, er wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Prof. Dr. Wolfram Wette, Herausgeber des Buches »Retter in Uniform. Handlungsspielräume im Vernichtungskrieg der Wehrmacht«, hat sich intensiv mit Anton Schmid befasst und mehrere Texte über ihn veröffentlicht.
Veranstaltungsort: Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Mühlenstraße 29

17. Mai, 19:00 - 21:00

Tiefe Kontraste / Hluboké kontrasty

CZ-Film 2015, 79 Min., O. m. dt. u. tsch. UT, Regie: Lenka Ovčáčková
Der zweisprachige Dokumentarfilm der tschechischen Regisseurin Lenka Ovčáčková…

CZ-Film 2015, 79 Min., O. m. dt. u. tsch. UT, Regie: Lenka Ovčáčková
Der zweisprachige Dokumentarfilm der tschechischen Regisseurin Lenka Ovčáčková führt in die Kulturlandschaft Böhmerwald im Dreiländereck von Tschechien, Deutschland und Österreich. Bewohner dies- und jenseits der Grenzen erzählen ihre persönlichen Lebensgeschichten und denken über die bewegte Vergangenheit der Gegend nach.
Die Protagonisten erinnern sich an Zeiten des friedlichen Miteinander, an grenzüberschreitenden Schmuggel, an Flucht, Vertreibung und Emigration, an provisorische Holzhütten jenseits der Grenze, in denen Emigranten auf die Möglichkeit zur Rückkehr nach Hause warteten, an Repatrianten aus Rumänien, die vor dem rauen Klima kapitulierten, an alljährliche Ausflüge zu den Grenztürmen, von denen man einen Blick in die alte Heimat erhaschen konnte, oder an erste grenzüberschreitende Besuche und die Wiederentdeckung der gemeinsamen Geschichte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs. Die vielstimmigen Aussagen setzen sich zu einem spannenden und äußerst lebendigem Mosaik zusammen, das durch Zitate u. a. von Adalbert Stifter, Johannes Urzidil und Josef Váchal sowie durch Gedichte von František Klišík aus Volary ergänzt wird.
Im Anschluss Gespräch mit der Regisseurin Lenka Ovčáčková

»Sie kennen mich nicht, aber Sie haben schon viel von mir gehört«; Foto Wikipedia
20. Mai, 11:30 - 13:30

Werner Richard Heymann – von Königsberg nach Hollywood

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
»Das gibt‘s nur einmal«, »Ein Freund, ein guter Freund« oder »Liebling, mein Herz lässt dich grüßen« – wer kennt…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
»Das gibt‘s nur einmal«, »Ein Freund, ein guter Freund« oder »Liebling, mein Herz lässt dich grüßen« – wer kennt sie nicht, die großen Filmschlager aus der Glanzzeit der UFA? Komponiert hat sie Werner Richard Heymann, der erfolgreichste Filmkomponist der Weimarer Republik. 1896 im ostpreußischen Königsberg geboren, schrieb er mit 16 Jahren sein erstes Orchesterwerk, spielte Geige bei den Königsberger Philharmonikern und arbeitete im Berlin der Goldenen Zwanziger als Musiker für Theater und Kabaretts.
Die größten Erfolge feierte Heymann als Komponist bei der UFA. Für die Filme  das »Süßeste Mädel der Welt«, »Der Kongress tanzt« und »Die drei von der Tankstelle« schrieb er unzählige Evergreens. Heymanns Karriere wurde jäh unterbrochen, als er 1933 als Jude Deutschland verlassen musste. In Hollywood knüpfte er mit Filmmusiken zu »Ninotschka« und »To Be Or Not To Be« an die alten Erfolge an. 1951 kehrte er aus Hollywood nach Deutschland zurück und wurde hier begeistert empfangen. Der Vortrag erinnert an das Leben und Werk des großen Filmkomponisten.

22. Mai - 14. Juli

»Es lebe unsere gerechte Sache!« Der Slowakische Nationalaufstand 1944

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die…

Ausstellungseröffnung: 18.00 Uhr
Am 29. August 1944 beginnt mit dem Slowakischen Nationalaufstand einer der größten Aufstände gegen die nationalsozialistische Herrschaft in Europa. Der Aufstand richtet sich gegen die autoritäre und extrem antisemitische slowakische Kollaborationsregierung und wird in Übereinstimmung mit der Sowjetunion, den Vereinigten Staaten und Großbritannien geplant und mit deren Unterstützung durchgeführt. Demokraten, Kommunisten und Partisanen sowie Soldaten und Offiziere, die nicht bereit sind, an der Seite der Wehrmacht zu kämpfen, organisieren den landesweiten bewaffneten Aufstand. Sie überwinden ideologische Differenzen für die gemeinsamen Ziele: die Befreiung des Landes und die Wiederherstellung eines Staates, in dem die demokratische Slowakei und die tschechischen Länder gleichberechtigte Partner sind.
Die Erhebung wird am 27. Oktober 1944 von den deutschen Truppen niedergeschlagen. Der Aufstand trägt aber wesentlich zur Veränderung des Bildes der Slowakei bei. Aus einem gehorsamen Vasallen der Deutschen wird ein anerkanntes Mitglied der Anti-Hitler-Koalition.
Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand Berlin in Kooperation mit dem Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften
Ausstellungseröffnung in Anwesenheit der Kooperationspartner

18.00 Uhr: Eröffnung mit dem Kurator Dr. Adam Hudek und in Anwesenheit des Botschafters der Slowakischen Republik, Peter Lizák
19:30 Uhr: Vortrag von Peter Lizák zur „Gegenwärtigen Europapolitik der Slowakei“ halten wird.

23. Mai, 19:00 - 21:00

Pfarrhaus als Musentempel

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Volkmar Hansen – das Evangelische Pfarrhaus und die deutsche Literatur
Noch immer gilt das evangelische Pfarrhaus vielen als…

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Volkmar Hansen – das Evangelische Pfarrhaus und die deutsche Literatur
Noch immer gilt das evangelische Pfarrhaus vielen als Hort der Bildung und der Bürgerlichkeit und als Ursprungsort von Literatur, Philosophie und Wissenschaft. Aus einem Pfarrhaus stammen oder von ihm geprägt waren zum Beispiel Gotthold Ephraim Lessing, Friedrich Nietzsche, Hermann Hesse, Gottfried Benn, Friedrich Dürrenmatt und in jüngerer Zeit Benjamin von Stuckrad-Barre. Volkmar Hansen geht in seinem Vortrag dem Mythos Pfarrhaus nach und beleuchtet dabei dessen herausragende Bedeutung für die deutsche Literatur.

31. Mai, 19:00 - 21:00

»Ich komme aus einer großen Landschaft«

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner über den ostpreußischen Dichter Ernst Wiechert
Der ostpreußische Dichter Ernst Wiechert (1887–1950) hat zwischen 1920…

Vortrag von Dr. Bärbel Beutner über den ostpreußischen Dichter Ernst Wiechert
Der ostpreußische Dichter Ernst Wiechert (1887–1950) hat zwischen 1920 und 1950 das literarische Leben mitbestimmt. Er zählt zu den Schriftstellern der »Inneren Emigration« im Nationalsozialismus. Sein Werk ist geprägt durch die Schwermut seiner ostpreußischen Heimat und das Erleben des Ersten Weltkriegs. Wegen Widerstands gegen den Nationalsozialismus wurde er 1938 verhaftet und für einige Monate ins KZ Buchenwald gebracht. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Romane »Das einfache Leben« und »Der Totenwald«.Foto: Internationale Ernst-Wiechert-Gesellschaft