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März 2018

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01. Januar - 02. März

Öffentliche AUSSCHREIBUNG

für einen Personenaufzug

Art des Auftrages: Komplettaustausch Aufzug / Seilaufzug

Technische Daten Aufzug: 680kg/9 Personen
Geschwindigkeit 1m/Sek.
Höhe…
für einen Personenaufzug

Art des Auftrages: Komplettaustausch Aufzug / Seilaufzug

Technische Daten Aufzug: 680kg/9 Personen
Geschwindigkeit 1m/Sek.
Höhe 17,7 m
Haltestellen 6 Zugänge

Ort:

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstraße 90
40210 Düsseldorf

Schnellstmögliche Ausführung erwünscht!


Ablauf der Zuschlags- und Bindefrist:
26.02.2018

Kontakt:

Mattias Lask
Ressourcenmanagement
Telefon: 0211 - 16 99 118
lask(æt)g-h-h.de

 

 

22. Januar - 29. März

Politische Karikaturen von Josef Čapek 1933–1938

Ausstellungseröffnung: 22 Januar 15.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22. Januar bis 29. März 2018

Die Wanderausstellung zeigt politische Karikaturen des…

Ausstellungseröffnung: 22 Januar 15.00 Uhr
Laufzeit der Ausstellung: 22. Januar bis 29. März 2018

Die Wanderausstellung zeigt politische Karikaturen des tschechischen Malers und Schriftstellers Josef Čapek aus den späten 1930er-Jahren.
Josef Čapek, 1887 in Hronov (Nordböhmen) geboren, vermittelt in seinen Karikaturen auf eine ironische, gesellschaftskritische Weise seine Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus, des Krieges und der Not. Für sein Engagement für den Frieden und gegen den Nationalsozialismus wird Josef Čapek 1939 im Zuchthaus Pankrác/Prag inhaftiert. Von dort führt sein Leidensweg über die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald nach Sachsenhausen und schließlich nach einem weiteren Transport am 25. Februar 1945 nach Bergen-Belsen. Dort stirbt Josef Čapek in den ersten Apriltagen an Typhus. Čapeks Karikaturen bleiben als Warnung vor Krieg und Terror aktuell. Der Initiator der Ausstellung, Dr. Ulrich Grochtmann, geb. 1943 in Datteln, studierte Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Germanistik an der Universität Köln. Nach mehreren Studienaufenthalten in Prag promovierte er über »Anarchosyndikalismus, Bolschewismus und Proletkult in der Tschechoslowakei 1918-1924«. Grochtmann begründete im Jahre 1983 die »Čapek-Gesellschaft für Völkerverständigung« mit, die seit Ende 1991 ihren Sitz in Hagen hat.
Ausstellungseröffnung und Einführungsvortrag von Dr. Ulrich Grochtmann (Hagen), Vorsitzender der »Čapek-Gesellschaft für Völkerverständigung«

Bild: The Institut of Art History, The Czech Academy of Sciences
24. Januar - 29. März

Josef Sudek. Topographie der Trümmer. Prag 1945

Ausstellungseröffnung: 24. Januar, 19.00 Uhr in Anwesenheit des Fotografen Vlado Bohdan
Laufzeit der Ausstellung: 25. Januar bis 29. März 2018


Der…

Ausstellungseröffnung: 24. Januar, 19.00 Uhr in Anwesenheit des Fotografen Vlado Bohdan
Laufzeit der Ausstellung: 25. Januar bis 29. März 2018


Der tschechischer Fotograf Josef Sudek (1896-1976) spazierte 1945 mit seiner Großformatkamera aus Holz durch das historische Stadtzentrum Prags und dokumentierte die Trümmer, die der Zweite Weltkrieg dort hinterlassen hatte - vor allem Kunstwerke und Denkmäler. So entstand eine ungewöhnliche Serie von fast 400 Fotografien, die sowohl dokumentarischen als auch künstlerischen Charakter haben. Die Aufnahmen zeigen zerstörte Gebäude, demontierte Skulpturen und Denkmäler, aber auch Vorrichtungen zum Brand- und Luftschutz. Sudeks Bilder bringen die Fragmente des bombardierten Emmausklosters zum Vorschein und zeigen Einwohner Prags, die ungläubig die ausgebrannten Torsi jahrhundertealter Denkmäler betrachten, vor allem das Altstädter Rathaus, dessen neugotischer Teil nach dem Krieg abgerissen werden musste. Einige Aufnahmen tragen die Spannung des Grauens in sich, das in einer merkwürdig surrealen Schönheit daherkommt, andere sind melancholisch monumental.

Die Negative werden heute im Institut für Kunstgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag aufbewahrt. Vierzig dieser bisher noch nie gezeigten Fotografien werden nun im Gerhart-Hauptmann-Haus in neu angefertigten Vergrößerungen ausgestellt. Damit begeht ein Ausstellungsprojekt seine Premiere, das in dieser Form nach Mailand, Rom, Paris und Warschau ziehen und im Sommer 2018 dann in einer erweiterten Version auch in Prag zu sehen sein wird.


Kuratoren: Katarína Mašterová, Mariana Kubištová und Vojtěch Lahoda
Vergrößerungen: Vlado Bohdan

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Düsseldorf und Institut für Kunstgeschichte an der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik

Führungen im Rahmen der
Düsseldorf Photoweekend
mit Adam Havlík (DE/ENG)

Samstag, 17.02.2018, 16:30 Uhr
Sonntag, 18.02.2018, 14:30 Uhr

Sonderöffnungszeiten zum Düsseldorf PHOTO WEEKEND:
16.02.2018, 18:00 - 21:00 Uhr
17.02.2018, 12:00 - 20:00 Uhr
18.02.2018, 12:00 - 18:00 Uhr

Eintritt frei

 

 

 

22. Februar - 09. März

Briefmarken des Saarlandes 1947 bis 1957

Teil 4 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

Teil 4 der Ausstellung (vor der Bibliothek) »Große Mächte in kleinen Formaten«

06. März, 19:00 - 21:00

Politische Partizipation und Protestkultur der Russlanddeutschen in der Bundesrepublik der 1970er- bis 2010er-Jahre

Vortrag von Dr. Viktor Krieger
Nicht erst seit der Bundestagswahl im September 2017 ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie das Wahlverhalten der…

Vortrag von Dr. Viktor Krieger
Nicht erst seit der Bundestagswahl im September 2017 ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie das Wahlverhalten der rund zwei Millionen Menschen aussieht, die als (Spät-)Aussiedler mit russlanddeutschen Wurzeln oder als deren Nachkommen in der Bundesrepublik Deutschland leben. Es wird zuletzt gestritten, ob es in dieser Bevölkerungsgruppe eine überdurchschnittlich große Unterstützung für die »Alternative für Deutschland« gibt oder nicht. Dr. Viktor Krieger ist ein ausgewiesener Experte für die Geschichte der Deutschen, die im Zarenreich und in der Sowjetunion beziehungsweise deren Nachfolgestaaten lebten und die nach langjähriger Verfolgung und Diskriminierung dort seit den 1970er-Jahren in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehrten. Er analysiert mit Blick auf die spezifischen historischen und kulturellen Voraussetzungen ihr politisches Verhalten in Deutschland.

In Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Buchtitel; Verlag C.H. Beck
07. März, 19:00 - 21:00

Taxi am Shabbat. Eine Reise zu den letzten Juden Osteuropas

Lesung und Diskussion mit Eva Gruberová und Helmut Zeller
Eva Gruberová arbeitet als freie Journalistin und Filmautorin; sie ist Referentin in der KZ…

Lesung und Diskussion mit Eva Gruberová und Helmut Zeller
Eva Gruberová arbeitet als freie Journalistin und Filmautorin; sie ist Referentin in der KZ Gedenkstätte Dachau. Helmut Zeller leitet die Dachauer Redaktion der Süddeutschen Zeitung. 75 Jahre nach Beginn des Holocaust reisen beide an Orte, die vor dem Zweiten Weltkrieg Zentren des osteuropäischen Judentums waren und forschen nach, wie sich jüdisches Leben in sieben ehemals kommunistischen Ländern im Osten Europas nach 1945 entwickelt hat. Wurden Juden wieder in ihren Rechten anerkannt, ihr Eigentum restituiert und die Täter zur Rechenschaft gezogen? Verschwand der Antisemitismus oder wurde er verdrängt? Wie spielt sich jüdisches Leben heute ab in Krakau, Prag oder Budapest? Sie sprechen mit den letzten Überlebenden, mit Rabbinern, Gemeindevertretern, jüdischen Intellektuellen, Museumsgründern, Friedhofswärtern, mit den Heimkindern in Odessa und den Bewohnern von Altersheimen, sie erzählen von Lebenserfahrungen, Regimewechsel und ihren Folgen. Für die jüdischen Gemeinden in Osteuropa wird in Zukunft viel davon abhängen, ob sie in ihren Ländern einen würdigen Platz in der Erinnerungskultur eingeräumt bekommen und kompromisslose Akzeptanz.
In Kooperation mit: Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf. Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt.

08. März, 18:00 - 20:00

Von Verdun nach Versailles – Die Endphase des Ersten Weltkriegs 1916–1918/20

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstr. 21, Warendorf

Ende 1916 sah sich die…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder
Veranstaltungsort: Westpreußisches Landesmuseum Warendorf, Klosterstr. 21, Warendorf

Ende 1916 sah sich die deutsche Führung damit konfrontiert, dass ihr strategisches Konzept gescheitert war. Bei der Schlacht um Verdun hatte eine Entscheidung nicht erzwungen werden können. Der Krieg war spätestens zu diesem Zeitpunkt verloren. Zwei Jahre später lag die deutsche Niederlage offen zutage, obwohl die deutschen Streitkräfte Russland besiegt hatten, welches den harten Friedensvertrag von Brest-Litowsk (März 1918) akzeptieren musste. Die kurz darauf folgende militärische Katastrophe im Westen beruhte auf strategischen Fehlentscheidungen auf deutscher Seite, die dazu führten, dass die USA zum ersten Mal überhaupt seit April 1917 in einen militärischen Konflikt in Europa eingriffen. Der Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs war zudem mitbedingt durch die oft vernachlässigten Entwicklungen bei den Bündnispartnern, besonders in Österreich-Ungarn. Gegenüber 1914 hat sich mit den Friedenschlüssen von Versailles, Trianon und St. Germain (1919/20) nicht allein die politische Landkarte Europas grundlegend verändert, auch die globale Machtverteilung hatte sich mit weitreichenden Konsequenzen verschoben: Das Ende des Ersten Weltkrieges begründete die das restliche 20. Jahrhundert prägende Machtkonkurrenz zwischen den USA und der seit 1917 geschaffenen Sowjetunion.
In Kooperation mit: Kulturreferat Westpreußen

09. März, 19:00 - 21:00

Der Letzte der feurigen Liebhaber

Komödie von Neil Simon mit Maria und Peter Warkentin vom Russland-Deutschen Theater Niederstetten
Barney Silbermanns erotische Erfahrungen beschränken…

Komödie von Neil Simon mit Maria und Peter Warkentin vom Russland-Deutschen Theater Niederstetten
Barney Silbermanns erotische Erfahrungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine monogame, bislang 23-jährige Ehe mit seiner grundanständigen Highschool-Freundin Helma. Jetzt, im Alter von 47 Jahren, möchte der Familienvater und Besitzer eines Fischrestaurants endlich seinen Horizont erweitern und – Torschlusspanik oder männliche Emanzipation? – einmal im Leben etwas Aufregendes erleben. Doch das ist leichter gesagt als getan! Und so erleben die Zuschauer einen linkischen Verführungsversuch nach dem anderen und amüsieren sich prächtig über Barneys grandioses Scheitern als wirklich allerletzter der feurigen Liebhaber.

In Kooperation mit der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

Marion Gräfin Dönhoff, 1971
14. März, 15:00 - 17:00

Bücher im Gespräch: Biografien

Biografien sind bereits seit der Antike ein bei den Lesern beliebtes Literaturgenre. In das Leben eines anderen Menschen einzutauchen, kann spannend…

Biografien sind bereits seit der Antike ein bei den Lesern beliebtes Literaturgenre. In das Leben eines anderen Menschen einzutauchen, kann spannend und aufschlussreich sein. Lesend lernt man einen Menschen näher kennen und unternimmt gleichzeitig eine Zeitreise in seine Lebenswelt mit ihren politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Begebenheiten. Im Mittelpunt der Reihe »Bücher im Gespräch« stehen die Biografien namhafter Frauen und Männer, die in Politik, Kunst und Kultur tätig waren.
Anmeldung bis 13. März bei bibliothek@g-h-h.de oder 0211-1699130

14. März, 18:00 - 20:30

Alfred Döblin als Katholik. 
Von ›Berlin Alexanderplatz‹ zur ›Pilgerin Aetheria‹

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zum 140. Geburtstag von Alfred Döblin
Veranstaltungsort: Maxhaus, Schulstraße 11, Düsseldorf

Am 30. November 1941…

Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder zum 140. Geburtstag von Alfred Döblin
Veranstaltungsort: Maxhaus, Schulstraße 11, Düsseldorf

Am 30. November 1941 ließ sich Alfred Döblin (1878–1957) in der Blessed Sacrament Church im kalifornischen Hollywood taufen. Von seinem damit vollzogenen Übertritt zum katholischen Christentum erfuhren jedoch einstweilen nur seine engsten Freunde. Döblin befürchtete Ressentiments, wenn dieser Schritt bekannt würde – nicht zu Unrecht, wie sich später zeigen sollte. Denn seit seinem Durchbruch als literarischer Autor in den 1920er-Jahren galt der aus einem jüdischen Elternhaus stammende Döblin vielen nicht nur als entschiedener »Linker« im politischen Sinn, sondern auch als rigider Kirchenkritiker und Atheist. Und nun war er gar Katholik! Tatsächlich ist der Konvertit Döblin seit dem Bekanntwerden seiner religiösen Wendung auf viel Unverständnis gestoßen, nicht selten auch scharf angegriffen worden. Sein umfangreiches, auch religiös inspiriertes Spätwerk ist zu Lebzeiten Döblins weitgehend ignoriert oder abgelehnt worden. Zu Unrecht! Und: Die Konversion war keineswegs ein »Bruch« in Döblins Biographie, vielmehr wurde schon der junge Mediziner von metaphysischen Fragen umgetrieben.
In Kooperation mit der Katholischen Kirche Düsseldorf und der VHS Düsseldorf im Rahmen der »Mittwochsgespräche«

Prof. Dr. Guido Thiemeyer
15. März, 19:00 - 21:00

Die Friedensverträge von Brest-Litowsk (1918) und Versailles (1919) im Vergleich

Vortrag von Prof. Dr. Guido Thiemeyer
In der Weimarer Republik, die aus der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des deutschen…

Vortrag von Prof. Dr. Guido Thiemeyer
In der Weimarer Republik, die aus der Niederlage im Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch des deutschen Kaiserreichs 1918/19 hervorgegangen war, gab es viele Kontroversen und unversöhnliche Gegensätze. In einem Punkt indes waren sich fast alle der ansonsten so zerstrittenen politischen Kräfte einig: in der Ablehnung des Friedensvertrages von Versailles nämlich, den die republikanische Regierung im Juni 1919 akzeptieren musste. Die deutschen Vertreter unterzeichneten das »Diktat von Versailles« angesichts der Drohgebärden der Siegermächte nur mit erklärtem Widerspruch, da der Vertrag Deutschland einseitig die Kriegsschuld anlastete und folglich auch erhebliche Gebietsabtretungen und gewaltige Reparationsleistungen abverlangte. Beim vielstimmigen und anhaltenden Protest aus Deutschland wurde häufig verdrängt, dass das Deutsche Reich gemeinsam mit Österreich-Ungarn dem geschlagenen Kriegsgegner Russland im März 1918, bevor die westlichen Alliierten sich militärisch endgültig gegen sie durchsetzen konnten, seinerseits einen überaus harten Frieden aufgezwungen hatte. Den Vertrag von Brest-Litowsk hielt man jedoch der späteren deutschen Kritik am Versailler Vertragswerk vielfach entgegen. Prof. Thiemeyer, der an der Düsseldorfer Universität Neuere und Neueste Geschichte lehrt, analysiert und vergleicht Inhalt und Wirkung beider Verträge.

Ehrenmal für die sowjetischen Gefallenen auf dem Friedhof Eller
16. März, 18:00 - 20:00

In fremder Erde ruhen

Projektpräsentation
Zwischen Angermund und Hubbelrath, Gerresheim und Eller lassen sich auf Düsseldorfs Friedhöfen viele Gräber aus den 1940er-Jahren…

Projektpräsentation
Zwischen Angermund und Hubbelrath, Gerresheim und Eller lassen sich auf Düsseldorfs Friedhöfen viele Gräber aus den 1940er-Jahren finden, in denen vor allem junge Männer ruhen, die oftmals polnische, russische oder ukrainische Namen tragen. Wer waren sie? Wo kamen sie her und warum fanden sie ihr Ende in Düsseldorfs Erde? In einem Schulprojekt des Gerhart-Hauptmann-Hauses haben sich Abiturienten des Cecilien-Gymnasiums um eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Kriegsgräbern der Landeshauptstadt bemüht. Die Ergebnisse präsentiert der Kunst-Leistungskurs im Gerhart-Hauptmann-Haus.
In Kooperation mit: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. und Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

17. März, 12:00 - 14:00

Das kalte Blut

Lesung und Buchvorstellung mit Chris Kraus
Chris Kraus, 1963 in Göttingen geboren, hat deutschbaltische Vorfahren. Mit der eigenen Familiengeschichte…

Lesung und Buchvorstellung mit Chris Kraus
Chris Kraus, 1963 in Göttingen geboren, hat deutschbaltische Vorfahren. Mit der eigenen Familiengeschichte hat er sich schon mehrfach beschäftigt, u. a. als inzwischen schon mehrfach ausgezeichneter Filmregisseur. 2011 kam »Poll« in die deutschen Kinos. In dem Film setzt sich Kraus mit den Erinnerungen und Jugenderlebnisse seiner Großtante, der bekannten Dichterin Oda Schäfer (1900–1988), die in Estland vor dem Ersten Weltkrieg lebte, auseinander. Der Streifen erhielt mehrere wichtige Filmpreise. Neben der Arbeit als Film- und Theaterregisseur ist Kraus auch als Romanautor hervorgetreten. Wiederum von der eigenen Familiengeschichte inspiriert ist sein neuestes Werk, nämlich der voluminöse Roman »Das kalte Blut«. In dem vielbeachteten Buch lässt Kraus seine aus dem Baltikum stammenden Protagonisten die gewalttätige Geschichte Europas im 20. Jahrhundert durchleben
In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschbalten

21. März, 19:00 - 21:00

Máma z basy / Mom from Jail

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 79 Min., OmeU, Regie: Veronika Jonášová

Die Langzeitdokumentation von Veronika Jonášová führt uns zunächst…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2017, 79 Min., OmeU, Regie: Veronika Jonášová

Die Langzeitdokumentation von Veronika Jonášová führt uns zunächst in das Gefängnis von Světlá nad Sázavou. Hier verbüßen die jungen Mütter Petra, Bára und Andy ihre Haftstrafen und denken wie wohl alle anderen Häftlinge darüber nach, wie sie ihr Leben nach der Entlassung gestalten. Anders als andere Frauen sind sie nicht allein ins Gefängnis gekommen – sie haben ihre kleinen Kinder mitgebracht, die hier mit ihnen die Zelle teilen. Ihr Tagesablauf hinter Gittern ist klar geregelt, Erzieherinnen kümmern sich um Kinder und Mütter. Einigen von ihnen gelingt es erst hier, wo sie den gesamten Tag mit ihren Kindern zusammen sind, eine wirklich innige Beziehung zu ihnen aufzubauen. Genau darauf zielt dieses Mutter-Kind-Programm ab, aber auch darauf, dass diese Beziehung zu den Kindern die größte Motivation für die Mütter wird, in Zukunft ein besseres und verantwortungsbewussteres Leben zu führen. Ob sich das Programm in der Praxis bewährt und ob die Mütter es schaffen, in der Freiheit erfolgreich Fuß zu fassen, das erzählt Veronika Jonášová im weiteren Verlauf des Films. Im Anschluss beantwortet sie die Fragen des Publikums in einem Videogespräch.
In Kooperation mit: Tschechischen Zentrum Düsseldorf

22. März, 19:00 - 21:00

Hans Werner Richter und die Gruppe 47

Lesung und Vortrag von Michael Serrer und Prof. Dr. Winfrid Halder zum 25. Todestag von Hans Werner Richter
Ein »pommerscher Querschädel« sei er…

Lesung und Vortrag von Michael Serrer und Prof. Dr. Winfrid Halder zum 25. Todestag von Hans Werner Richter
Ein »pommerscher Querschädel« sei er gewesen, schrieb Hellmuth Karasek in seinem Nachruf auf Hans Werner Richter, nachdem dieser im März 1993 in München verstorben war. Tatsächlich bewahrte sich Richter, der 1908 in dem Dorf Neu Sallenthin auf Usedom geboren wurde, zeitlebens eine enge Beziehung zu seiner Heimat. Dies obwohl er diese schon als junger Mann verlassen hat und nie wieder dauerhaft zurückkehrte. Zeitweilig KPD-Mitglied, stets in Distanz zum NS-Regime, begann gewissermaßen das »eigentliche« Leben des gelernten Buchhändlers in der amerikanischen Kriegsgefangenschaft seit 1943. Richter konnte eine Zeitschrift konzipieren, die der geistigen Neuorientierung der deutschen Jugend dienen sollte. Er knüpfte dabei Kontakte, die für den Rest seines Wirkens als Autor und Literaturvermittler wichtig blieben, etwa zu Alfred Andersch. Im September 1947 lud Richter erstmalig zu einem Treffen jüngerer Autorinnen und Autoren ein, die sich gegenseitig eigene, zumeist noch ungedruckte Texte vorlasen. Dazu kamen von Richter handverlesene Kritiker und Verleger. Aus den an wechselnden Orten stattfindenden Zusammenkünften, die er bis 1967 organisierte, ging die »Gruppe 47» hervor, die niemals feste institutionelle Form annahm, gleichwohl seit Ende der 1950er-Jahre das literarische Geschehen in der Bundesrepublik Deutschland mitbestimmte.
In Kooperation mit: Literaturbüro NRW