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Oktober 2019

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#17, Moskau 2017, Foto: Thomas Koester
06. September - 18. Oktober

Seeing Moscow - Eine Ausstellung von Thomas Koester

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 06. September, 19 Uhr

Moskau ist eine Metropole im Wandel, Moskau ist das wirtschaftliche und geistig-kulturelle Herz…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 06. September, 19 Uhr

Moskau ist eine Metropole im Wandel, Moskau ist das wirtschaftliche und geistig-kulturelle Herz Russlands. Moskau ist mit rund 12 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt Europas. Seit 2012 hat sich die Stadt durch Eingemeindungen flächenmäßig mehr als verdoppelt. Heute ist sie eine der teuersten Städte der Welt. Moskau fasziniert durch Größe, Vielfalt an Ethnien und durch ständig gegenwärtige Gegensätze in allen Bereichen. 2017 dokumentierte Thomas Koester mit einer Mittelformatkamera den 870. Jahrestag der Stadt Moskau, die Eröffnung des Kalaschnikow Denkmals, eine Demonstration der Opposition, zu der Alexej Nawalny aufgerufen hat, Bau- und Straßenarbeiten und Vororte von Moskau.

Stets entschied sich Koester dabei für eine fotografische Arbeitsweise in Analog und Schwarz-Weiß, was seinem Anliegen einer reduzierten und scharfen Artikulation in der Bildsprache entspricht, an eine lange fotografische Historie anknüpft und somit die Möglichkeit schafft, in ein besonderes bildästhetisches Vergleichsspektrum einzutauchen. Aus einer Fülle von spannendem Bildmaterial, das der Künstler 2008 bis 2018 in Moskau, aber auch in Riga und Berlin aufnahm, zeigt Thomas Koester eine für ihn wichtige Auswahl in Form einer fotografischen Installation, die er speziell für den Ausstellungsraum der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus entwickelt hat.

Thomas Koester (geb. 1980) studierte an der Universität der Künste Berlin, am Central Saint Martins College London, an der LMA Art Academy of Latvia in Riga und absolvierte seinen Meisterschüler bei Katharina Sieverding an der Universität der Künste Berlin. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und Berlin.

Laufzeit der Ausstellung: 7. September bis 18. Oktober 2019

Wolgadeutsche Kirche, Foto: Artjom Uffelmann
06. September - 18. Oktober

Vergessene Zivilisation – die Kirchen der Wolgadeutschen. Ambrotypien von Artjom Uffelmann

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 06. September, 19 Uhr

2012 unternahm der Mannheimer Fotograf Artjom Uffelmann eine fotografische Expedition ins historische…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 06. September, 19 Uhr

2012 unternahm der Mannheimer Fotograf Artjom Uffelmann eine fotografische Expedition ins historische Siedlungsgebiet der Wolgadeutschen und hielt ihre architektonischen Hinterlassenschaften auf belichteten Glasplatten fest. Uffelmann arbeitet ausschließlich mit Mitteln der Ambrotypie (»Kollodiumnassplattenverfahren«), einem fotografischen Verfahren, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war. In dieser Zeit entstanden auch die sakralen Bauten der Wolgadeutschen im früheren Russischen Reich. Kirchen bildeten bis zur Oktoberrevolution den wichtigsten Identitätsanker der deutschen Siedler in Russland, da sie über ihre Aufgaben der Seelsorge hinaus weite Teile des Schulwesens und der kommunalen Selbstverwaltung bestimmten. Mit dem Einzug der Sowjetmacht richtete sich der staatliche Terror unvermittelt gegen die Kirchen und den Stand der Geistlichen. 1941 wurde die Wolgadeutsche Republik schließlich mit dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion aufgelöst. Die Ambrotypien sind Leihgaben des Museums für Russlanddeutsche Kulturgeschichte Detmold und werden im Rahmen der »Russlanddeutschen Kulturtage 2019« gezeigt.

Laufzeit der Ausstellung: 7. September bis 18. Oktober 2019; Foyer Eichendorff-Saal

In Kooperation mit: Museum für Russlanddeutsche Kulturgeschichte

17. September - 30. Oktober

Russlanddeutsche Kulturtage 2019: "60 Jahre LmDR - 60 Jahre zu Hause in NRW"

Programm:


Ausstellung im Landtag NRW: Mitgebracht. Eugen Litwinow – Nikolaus Rode. Erfahrungswelten russlanddeutscher Künstler

Eröffnung  am…

Programm:


Ausstellung im Landtag NRW: Mitgebracht. Eugen Litwinow – Nikolaus Rode. Erfahrungswelten russlanddeutscher Künstler

Eröffnung  am 17.09.2019 um 13:30 Uhr

Unter dem Titel »Mitgebracht« präsentieren Eugen Litwinow (geb. 1987 in Kasachstan) und Nikolaus Rode (geb. 1940 in Eigental, dt. Kolonie in der Ukraine) ihre Arbeiten. In seinem künstlerischen Projekt »Mein Name ist Eugen« porträtiert Eugen Litwinow dreizehn junge Russlanddeutsche, die alle den Vornamen »Eugen« tragen. Sie sind sich noch nie begegnet, doch alle hießen früher »Evgenij«. Litwinow führte umfangreiche Gespräche mit den »Eugens« und gibt authentische Einblicke in die Herkunft, Abenteuer, Namen und Identität dieser jungen Deutschen aus Russland. Nikolaus Rode zeigt Malerei und Zeichnungen. Rode beschäftigt sich in seinen Werken hauptsächlich mit den durch Vertreibungen und Krieg erlittenen Traumata, den Verlusten und der Suche nach Heimat. Ausstellung im Rahmen der »Russlanddeutsche Kulturtage 2019«

Laufzeit der Ausstellung: 17. September bis 4. Oktober 2019

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17.09., 18:30 Uhr
Umgang mit transgenerationalen Traumata

Podiumsdiskussion mit Katharina Martin, Ira Peter und Melitta Roth

Traumata durch Krieg, Folter, Flucht, Verfolgung und Vertreibung und ihre transgenerationale Weitergabe sind Thema dieser Podiumsdiskussion.
Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Der Zweite Weltkrieg endete vor über 70 Jahren und ist für viele noch immer nicht vorbei. Nicht für diejenigen, die ihn als Jugendliche oder Kinder erlebt haben und auch nicht für deren Kinder und Enkel. Die Traumata, die die Kriegsgeneration erlitten hat, wurden zum Teil an ihre Nachkommen weitervererbt und können ihre Leben auch heute noch beeinflussen. Man spricht von generationsübergreifender Traumatisierung. Welche gravierende Folgen das zum Teil mit sich bringt, wollen wir in dieser Diskussionsrunde auf den Grund gehen.  

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24.09., 18:30 Uhr
»Tage des Sturms«

Lesung mit Ella Zeiss (Kindle Storyteller-Gewinnerin 2018)

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01.10., 19 Uhr
»ZwischenHeimaten«
Lesung mit Artur Rosenstern, Irina Peter und Larissa Mass

Der Literaturkreis der Deutschen aus Russland stellt seinen aktuellen Sammelband vor.

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05.10., 15 Uhr
»Kulturschicht. Die Deutschen im Altai«

Film und Künstlergespräch mit Boris Schwarzmann, Katja Beil und Waldemar Hooge

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07.10., 19 Uhr
»Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich«

Lesung mit Viktor Funk (Redakteur bei der FR)

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11.10., 19 Uhr
»Flügelklänge am Kamin«

Tanz- und Musikabend mit Oleg von Riesen und Dimitri German

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18.10., 19 Uhr
"Bye bye Baby"

Film und Künstlergespräch mit Julia Boxler

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12.11., 20 Uhr
»Wolgakinder«

Lesung mit Gusel Jachina 

Veranstaltungsort: Zentralbibliothek Düsseldorf, Bertha-von-Suttner-Platz 1

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15.11., 19 Uhr
»Heimat in Tradition«

Herbstfest der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland; mit bunten künstlerischen und kulinarischen Beiträgen begrüßt die LmDR NRW den Herbst

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In Kooperation mit: Landtag NRW, LmDR NRW e.V. und Kulturreferat für Russlanddeutsche  

01. Oktober, 19:00 - 20:30

ZwischenHeimaten

Lesung mit Artur Rosenstern, Irina Peter und Larissa Mass
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Heimatverlust und das Gefühl des Fremdseins, aber auch die…

Lesung mit Artur Rosenstern, Irina Peter und Larissa Mass
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Heimatverlust und das Gefühl des Fremdseins, aber auch die Suche nach einer neuen Heimat oder mehreren Heimaten sind in unserer von Migration geprägten Gegenwart aktueller denn je. Aufgrund ihrer wechselhaften und leidvollen Geschichte haben die Deutschen aus Russland einen besonderen Bezug dazu entwickelt. Das Gefühl immerzu DAZWISCHEN zu stehen und nie richtig anzukommen, spiegelt sich oft in den Texten von Autorinnen und Autoren russlanddeutscher Herkunft wider. Der Literaturkreis der Deutschen aus Russland stellt seinen aktuellen Sammelband vor, in dem das Thema Heimat in einer bunten Mischung aus literarischen Formen und verschiedenen Blickwinkeln beschrieben wird.

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

05. Oktober, 15:00 - 16:30

Kulturschicht. Die Deutschen im Altai

Film und Gespräch mit Boris Schwarzmann, Katja Beil und Waldemar Hooge
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Der Dokumentarspielfilm von Boris Schwarzmann…

Film und Gespräch mit Boris Schwarzmann, Katja Beil und Waldemar Hooge
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Der Dokumentarspielfilm von Boris Schwarzmann erzählt von der Geschichte der Deutschen, die mehr als zweihundert Jahre auf dem Altai lebten. Begleitet vom Protagonisten des Films, einem enthusiastischen Historiker, erfahren die Zuschauer viele unbekannte Fakten über den Einfluss der Deutschen auf das kulturelle, wissenschaftliche und soziale Leben im Russischen Imperium des 18. bis 20. Jahrhunderts.

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

07. Oktober, 19:00 - 20:30

Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich

Lesung mit Viktor Funk
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Lange hat er geglaubt, zur deutschen Gesellschaft dazu zu gehören bis er Marie trifft. Sie…

Lesung mit Viktor Funk
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

Lange hat er geglaubt, zur deutschen Gesellschaft dazu zu gehören bis er Marie trifft. Sie stammt aus Rumänien und betont das gern. Er hat dagegen seine Vergangenheit versteckt. Die Beziehung mit ihr weckt Erinnerungen an seine Kindheit: endlose Tage in der sowjetischen Provinz in Kasachstan mit Großvater und Vater beim Angeln am See und dann die ersten, schwierigen Jahre in Deutschland. Hier hat er lange nicht verstanden, warum er nicht mehr von Lenin erzählen kann, warum das, woran er als Kind geglaubt hat, nun falsch sein soll. Und nun spitzt sich diese Krise mit Marie zu. Sie wirft ihm vor, sich selbst zu verraten, um ein »Deutscher« zu sein. Doch in seinem Pass steht die Staatsangehörigkeit, die er immer haben wollte: »Deutsch«. 

Viktor Funk behandelt in seinem Debütroman Identitätskrisen junger Menschen mit Migrationshintergrund. Mit den großen Fragen »Wo gehöre ich hin?«, »Wo ist meine Heimat?« und »Was darf ich aus meiner Vergangenheit mitbringen?« trifft der Autor das Gefühl einer ganzen Generation.


In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland

18. Oktober, 19:00 - 20:30

»Bye bye Baby«

Film und Gespräch mit Julia Boxler
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

In ihrem ersten Dokumentarfilm kehrt die Regisseurin Julia Boxler – eine aus…

Film und Gespräch mit Julia Boxler
Russlanddeutsche Kulturtage 2019

In ihrem ersten Dokumentarfilm kehrt die Regisseurin Julia Boxler – eine aus Kasachstan stammende Deutsche 2014 zum ersten Mal zurück in ihr Geburtsland – 18 Jahre, nachdem sie es als Kind mit ihrer Familie verlassen hatte. Von der Hauptstadt Astana reiste Boxler mit Auto und Zug durch das ganze Land bis in ihre Heimatstadt Kökschetau, dann weiter zum Altai-Gebirge nach Semipalatinsk und in die Steppe, das »Zentrum Eurasiens«. Auf ihrer sehr persönlichen Reise in die eigene Vergangenheit zeigt sie Kasachstan als ein Land verschiedener Kulturen und Religionen, Legenden und mystischer Geschichten. Gleichzeitig ist der Film ein Versuch, wieder eine Verbindung zu Kasachstan aufzubauen, das nach der Auswanderung komplett aus ihrem Leben verschwunden war.

In Kooperation mit: Landsmannschaft der Deutschen aus Russland