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Januar 2020

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29. Oktober - 10. Januar

SPUREN. Bild- und Textgeschichten. Czernowitz — Düsseldorf

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Oktober, 19 Uhr

Ganz besondere Bande bestehen zwischen dem legendären Czernowitz und Düsseldorf: Vor allem die Geschichte…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Oktober, 19 Uhr

Ganz besondere Bande bestehen zwischen dem legendären Czernowitz und Düsseldorf: Vor allem die Geschichte der jüdischen Gemeinde Düsseldorf ist eng mit der Bukowina und dem historischen Czernowitz verbunden. Bis heute haben viele Mitglieder der Gemeinde dort ihre Wurzeln und praktizieren regen Austausch mit dem heutigen ukrainischen Chernivsti. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs lebten in Czernowitz ca. 45.000 Juden. Weniger als die Hälfte von ihnen überlebte den Holocaust. Viele von ihnen, u. a. die Dichter Paul Celan und Rose Ausländer sowie Persönlichkeiten wie Isidor Evian, verließen nach dem Krieg die Stadt. In Fotos und Texten dokumentiert die ukrainische Künstlerin Kseniya Marchenko den Alltag der in Czernowitz lebenden sowie in der Nachkriegszeit nach Düsseldorf ausgewanderten jüdischen Familien.

Laufzeit der Ausstellung: 30. Oktober 2019 bis 10. Januar 2020

In Kooperation mit: Jüdische Gemeinde Düsseldorf

© Harald Krichel
© Gorupdebesanez
15. Januar, 19:00 - 20:30

Olga Tokarczuk und Peter Handke - Literaturnobelpreisträger 2018 und 2019

Vortrag von Michael Serrer

Der Literaturnobelpreis ist zweifelsohne der bekannteste Literaturpreis der Welt und jedes Jahr wird mit Spannung…

Vortrag von Michael Serrer

Der Literaturnobelpreis ist zweifelsohne der bekannteste Literaturpreis der Welt und jedes Jahr wird mit Spannung erwartet, wer ihn erhält. Im vergangenen Jahr durften sich zwei Autoren über die Auszeichnung freuen. Die erfolgreiche polnische Schriftstellerin und Psychologin Olga Tokarczuk erhält rückwirkend den Preis für 2018, der Österreicher Peter Handke für 2019. Während die Preisvergabe an Tokarczuk große Begeisterung und Zustimmung fand, wurde die Entscheidung des Nobelpreiskomitees für Handke wegen dessen Äußerungen zum Jugoslawienkrieg stark kritisiert. 

In seinem Vortrag stellt Michael Serrer, Literaturwissenschaftler und Leiter des Literaturbüros NRW, die beiden Preisträger und ihr literarisches Werk vor und bewertet die Entscheidung des schwedischen Nobelpreiskomitees. 

 

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW 

Minsk, Bahnhofsplatz
20. Januar, 19:00 - 20:30

Weißrussland auf dem Weg nach Europa? - Perspektiven nach der Parlamentswahl vom November 2019

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Olga Shparaga 

Die westlichen Medien waren einmütig wie selten der Meinung: das war nicht wirklich eine Wahl. Am…

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Olga Shparaga 

Die westlichen Medien waren einmütig wie selten der Meinung: das war nicht wirklich eine Wahl. Am 17. November 2019 waren die Wahlberechtigten unter den rund 9,5 Millionen Einwohnern Weißrusslands dazu aufgerufen, die 110 Abgeordneten des Nationalparlaments zu bestimmen. Der seit 1994 amtierende Präsident Alexander Lukaschenko hatte mit seinen Helfern allerdings schon vorab dafür gesorgt, dass oppositionelle Kräfte keine Chance hatten. Dennoch stellt sich weiterhin die Frage, wohin sich Weißrussland in Zukunft orientieren wird: zum großen und machtbewussten Nachbarn Russland hin oder eher doch zu den westlichen Nachbarn Polen, Lettland und Litauen, die allesamt der EU und der NATO angehören.

Olga Shparaga lehrt am College of Liberal Arts (ECLAB) in Minsk und ist derzeit Gastdozentin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

 

In Kooperation mit: Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde e. V. DGO und Lehrstuhl für Geschichte und Kulturen Osteuropas an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

22. Januar, 19:00 - 20:30

Letní hokej / Off Sides

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2019, 75 Min., OmeU, Regie: Rozalie Kohoutová und Tomáš Bojar

Vor ein paar Jahren begann eine Handvoll…

Tschechischer DokFilm am Mittwoch
CZ 2019, 75 Min., OmeU, Regie: Rozalie Kohoutová und Tomáš Bojar

Vor ein paar Jahren begann eine Handvoll Enthusiasten in Marokko Eishockey zu spielen. Als man in der tschechischen Botschaft vor Ort davon erfuhr, beschlossen die Diplomaten, dies zu unterstützen. So entstand die Idee zu einem Freundschaftsspiel von zwei Jugendmannschaften, ein Team aus dem ostböhmischen Náchod macht sich nun bereit für die weite Reise.
Die Kamera von Rozálie Kohoutová und Tomáš Bojar ist mit dabei und fängt die Reisevorbereitungen einiger Jungs, die Ankunft bei den Gastfamilien und die ersten Versuche, in einem unbeholfenen Englisch mit den gleichaltrigen Marokkanern zu kommunizieren, ein. Dabei kommt es immer wieder zu komischen Situationen, aber manchmal bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Einige Monate später tritt die marokkanische Mannschaft für das Rückspiel die Reise nach Tschechien an.
Lodernde Teenager-Egos, von der Begegnung auf dem Eis angeheizte Spannungen und ein Film, der seiner Linie treu bleibt: den Nationalstolz der Teenager beobachten, der manchmal unter Einsatz von Hockeyschlägern und bei hitzigen Diskussionen im Bus zu entgleiten droht. 

 

In Kooperation mit: Tschechisches Zentrum Berlin 

22. Januar, 19:00 - 20:30

Noch längst nicht alles gesagt. Franz Heinz zum 90. Geburtstag

Lesung und Gespräch

Franz Heinz hat sich das Wort nie verbieten lassen – und das war schwer. Heinz wurde 1929 im Banat als Deutscher rumänischer…

Lesung und Gespräch

Franz Heinz hat sich das Wort nie verbieten lassen – und das war schwer. Heinz wurde 1929 im Banat als Deutscher rumänischer Staatsangehörigkeit geboren, die Totalitarismen des 20. Jahrhunderts haben sein Leben geprägt. Dennoch hat er sich als deutschsprachiger Autor im kommunistischen Rumänien etablieren können. Bis die Bedrückung durch die Ceaușescu-Diktatur unerträglich wurde und er – wie viele, die sein Schicksal teilten – lieber auf die Heimat als auf die Pflege der eigenen Sprache und Kultur in Freiheit verzichtete, so schwer das auch war. Seit 1976 ist Franz Heinz ein aus Rumänien stammender deutscher Dichter in Deutschland, was auch nicht immer einfach war. Und sein umfangreiches Werk ist heute, da er 90 Jahre zählt, noch immer nicht abgeschlossen. Ein Abend mit und zu Ehren von Franz Heinz, mit neuen und älteren Texten.

 

In Kooperation mit: Literaturbüro NRW

27. Januar, 16:00 - 18:00

Zum 75. Mal jährt sich in diesem Jahr der Tag der Auschwitz-Befreiung am 27. Januar 1945 durch die Rote Armee.

Oberbürgermeister Thomas Geisel erinnert gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und einer beachtlichen Vielzahl…

Oberbürgermeister Thomas Geisel erinnert gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte, der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf und einer beachtlichen Vielzahl von Vereinen, weiterer Verbände und Initiativen an die Opfer des Holocaust und legt einen Kranz für die Deportierten am ehemaligen Güterbahnhof Derendorf nieder.

Als Ehrengast wird der ehemalige Düsseldorfer und Auschwitz-Überlebende Gary Wolff (geboren 1928) mit seinen Enkelkindern an der Gedenkveranstaltung teilnehmen. Er reist in diesen Tagen aus den USA an.

Oberrabbiner Evers und Kantor Malinsky werden ein Gebet sprechen bzw. singen. Männliche Teilnehmer werden gebeten, aus Respekt eine Kopfbedeckung zu tragen.

Ort: Mahnmal Derendorf, Marc-Chagall-Straße, Ecke Toulouser Allee (unterhalb der Jülicher Brücke)

Kooperationspartner*innen sind: Förderkreis der MuG , Jüdische Gemeinde Düsseldorf, Landesverband der Jüdischen Gemeinden Nordrhein, Respekt und Mut, Düsseldorfer Appell, Bezirksvertretung 01, Katholische Kirche, Evangelische Kirche, Erinnerungsort Alter Schlachthof an der HD, Lobby für Demokratie, Diversity-Beauftrage der Landeshauptstadt Düsseldorf, DGB, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Geschichte am Jürgensplatz, Polnisches Institut, Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Diakonie, Deutsches Rotes Kreuz, AWO, Caritas, Düsseldorfer Jonges, AGD, LSBT-Forum Düsseldorf, VVN-BdA, ASG Bildungsforum, Mosaik e.V., SABRA.

28. Januar, 15:00 - 18:15

Kindheitsmuster - Erinnerungen an Nazi-Diktatur, Flucht und Vertreibung in der Literatur Ost- und Westdeutschlands

Tagungsort: Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter, Johannes-Albers-Allee 3, Königswinter

Der Vortrag findet innerhalb des Zeithistorischen Seminars des…

Tagungsort: Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter, Johannes-Albers-Allee 3, Königswinter

Der Vortrag findet innerhalb des Zeithistorischen Seminars des Johannes-Albers-Bildungsforums »Nachkriegskinder – Erziehung im Nationalsozialismus und in der Nachkriegszeit« statt, das vom 27. bis 29. Januar in Königswinter angeboten wird.

Eine Anmeldung ist erforderlich unter www.azk-csp.de – Bildungsangebote.

Weitere Informationen zum Programm: www.azk-csp.de

29. Januar, 19:00 - 20:30

Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen – Ein europäisches Kulturerbe

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Januar, 19 Uhr

Die Wanderausstellung wirft einen Blick auf die Kirchenburgen als eindrucksvollste architektonische…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Januar, 19 Uhr

Die Wanderausstellung wirft einen Blick auf die Kirchenburgen als eindrucksvollste architektonische Zeugnisse mittelalterlicher Architektur in Siebenbürgen (Rumänien). Sie wurde von der Stiftung Kirchenburgen, die unter der gemeinsamen Schirmherrschaft des rumänischen Staatspräsidenten Klaus Johannis und des deutschen Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier für den Erhalt des kirchlichen Kulturerbes steht, dem Deutschen Kulturforum östliches Europa, der Evangelische Kirche A. B. in Rumänien und der Technischen Universität Berlin entwickelt. Die Ausstellung informiert auf 24 farbigen Text- und Bildtafeln über die Geschichte der Kirchenburgen und verweist auf die aktuellen Initiativen, die sich vor Ort bemühen, die Kirchenburgenlandschaft zu erhalten und für den Tourismus zugänglich zu machen. Ungefähr 150 Kirchenburgen und Wehrkirchen sind erhalten. Erst sieben von ihnen gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Laufzeit der Ausstellung: 30. Januar bis 15. März 2020

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

© Archiv Dietrich Mattausch
29. Januar, 19:00 - 20:30

Dietrich Mattausch im Gespräch - Ein Abend mit dem Schauspieler aus Leitmeritz

Veranstaltungsort: Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Steinstr. 48, Dortmund

Dietrich Mattausch, geboren in Leitmeritz/Litoměřice, wurde durch…

Veranstaltungsort: Auslandsgesellschaft Nordrhein-Westfalen, Steinstr. 48, Dortmund

Dietrich Mattausch, geboren in Leitmeritz/Litoměřice, wurde durch Fernseh- und Theaterrollen (u. a. »Die Piefke-Saga« und »Der Fahnder«) bekannt. Nicht nur im Hinblick auf seine Herkunft, sondern auch in seinem Schauspielerleben stößt man auf böhmische Bezüge: So spielte er 1984 in »Die Wannsee-Konferenz« Reinhard Heydrich, den Stellvertretenden Reichsprotektor des Protektorats Böhmen und Mähren, und 2007 in dem Film »Prager Botschaft« den dort in den turbulenten Tagen des Jahres 1989 amtierenden deutschen Botschafter Hermann Huber. In der Reihe »Böhmische Biografien« führt Dr. Wolfgang Schwarz, Kulturreferent für die böhmischen Länder, das Gespräch mit dem Schauspieler und zeigt Ausschnitte aus seinen Filmen.

Eine Veranstaltung des Kulturreferenten für die böhmischen Länder

In Kooperation mit: Auslandsgesellschaft.de e. V. und Deutsch-Tschechische und -Slowakische Gesellschaft e. V. (DTSG)

29. Januar, 19:00 - 20:30

Das Tobsdorfer Chorgestühl und seine Restaurierung - Siebenbürgische Chorgestühle des Meisters Johannes Reychmut aus Schäßburg

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Januar, 19 Uhr

Am Anfang stand ein Fund 2009 in Siebenbürgen, im Kreis Hermannstadt/Sibiu in Tobsdorf (heute: rumänisch…

AUSSTELLUNG

Eröffnung: 29. Januar, 19 Uhr

Am Anfang stand ein Fund 2009 in Siebenbürgen, im Kreis Hermannstadt/Sibiu in Tobsdorf (heute: rumänisch Dupuș, ungarisch Táblás). Ein Bretterhaufen in einer Kirche, ein in mehrere Dutzend Einzelteile zerlegtes gotisches Chorgestühl aus Tobsdorf. Der Studiengang Konservierung und Restaurierung von Möbeln und Holzobjekten an der Hochschule für Wissenschaft und Kunst in Hildesheim, die enge Kontakte zu Siebenbürgen pflegt, nahm sich nach Absprache mit der rumänischen Denkmalpflege und der Evangelischen Kirche dieses Objekts an. Acht Jahre der Erforschung, Dokumentation und Restaurierung folgten. Die Ausstellung, die von Master-Absolventinnen, Studierenden und dem Werkstattleiter konzipiert wurde, zeigt auf erfrischende Weise in Tafeln und Kurzfilmen die komplizierte Restaurierung des siebenbürgischen Chorgestühls aus dem Jahre 1537. Gezeigt wird auch eine originalgetreu nachgebaute Stalle (Sitzabteil). 

Laufzeit der Ausstellung: 30. Januar bis 15. März 2020

In Kooperation mit: Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland – Landesgruppe Nordrhein-Westfalen

30. Januar, 19:45 - 20:30

Zwischen den Fronten. Kriegstagebücher von Gerhard Nebel

Lesung mit Michael Zeller

Dieser Aushilfslehrer habe »ein wenig Feuer und einen erfrischenden Windstoß von Anarchie« in die Schule gebracht – so…

Lesung mit Michael Zeller

Dieser Aushilfslehrer habe »ein wenig Feuer und einen erfrischenden Windstoß von Anarchie« in die Schule gebracht – so erinnerte sich viel später Heinrich Böll an seine Begegnung als Schüler mit Gerhard Nebel (1903–1974). Dieser unterrichtete 1936/37 für kurze Zeit am damaligen Kölner Kaiser-Wilhelm-Gymnasium Alte Sprachen und Sport. Da war Nebel schon mehrfach angeeckt, ein erklärter Nazigegner. Später zur Wehrmacht einberufen, wurde der vielsprachige Nebel als Dolmetscher eingesetzt, so im besetzten Paris, wo er zum Kreis um Ernst Jünger gehörte – bis die nächste Strafversetzung erfolgte. In seinen Tagebüchern richtete er einen schonungslosen Blick auf die Realität des Krieges und den Charakter des NS-Regimes.

Michael Zeller, Gerhard Nebels Wuppertaler Schriftstellerkollege, stellt dessen lange Zeit zu Unrecht vergessenen Kriegstagebücher vor, die er 2010 neu herausgegeben hat.