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»Der vergessene Widerstand. Jüdinnen und Juden im Kampf gegen den Holocaust«

— Buchvorstellung mit Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt

Die Erinnerung an den vom nationalsozialistischen Regime veranlassten Massenmord an den europäischen Juden wird wesentlich durch immer auf’s Neue verwendete Bilder mitbestimmt: Lange Menschenkolonnen, die von bewaffneten SS-Angehörigen wehrlos dem Tod entgegengetrieben werden. Was oft vergessen wird: Diese Bilder sind in den allermeisten Fällen von der Seite der Täter aufgenommen worden, zeigen also deren Perspektive – ja die Perspektive, die die Täter festhalten wollten. Stephan Lehnstaedt, seit 2016 Professor für Holocaust-Studien und Jüdische Studien an der Touro University in Berlin, ist seit langem als Experte insbesondere für die Geschichte der Diskriminierung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen durch das NS-Regime ausgewiesen. Nicht zuletzt die verbrecherische deutsche Besatzungspolitik in Polen seit 1939 zählt zu seinen Spezialgebieten. In seinem neuen Buch lenkt er den Blick auf das lange vernachlässigte widerständige Verhalten jüdischer Akteurinnen und Akteure gegen Verfolgung und Vernichtung. Dieses trat in sehr unterschiedlichen Formen auf – es umfasste etwa die von den Besatzern unerwünschte Verbreitung von Nachrichten und konnte bis zum bewaffneten Kampf in größeren Formationen reichen. Lehnstaedt schafft so eine wichtige Korrektur am Gesamtbild des Holocaust.

Neuerdings ist sein Buch auch über die Bundeszentrale für politische Bildung erhältlich: www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/572496/der-vergessene-widerstand

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V.