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Fanta Quraishi und Mabinti, zwei Krankenschwestern aus Sierra Leone (©Mirco Keilberth)
Fanta Quraishi und Mabinti, zwei Krankenschwestern aus Sierra Leone (©Mirco Keilberth)
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»Hinter dem Mittelmeer«.

Eine Foto- und Info-Ausstellung

Ausstellungseröffnung: 12. Mai 2026, 19.00 Uhr

 

Mehr als zehn Jahre nach dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung im Jahr 2015, als mehr als eine Million Syrerinnen, Syrer und andere Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland kamen, hat sich die Stimmung in Europa gewandelt. Durch Abkommen mit Staaten am westlichen und südlichen Mittelmeer sollen Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge daran gehindert werden, nach Italien, Griechenland oder Spanien zu gelangen. Obwohl die Zahl der Ankommenden deutlich zurückgegangen ist, bestehen die Ursachen für Migration weiterhin fort. Krieg, Klimawandel, Vetternwirtschaft, Arbeitslosigkeit und die schleichende Entstaatlichung ganzer Regionen treiben nach wie vor viele junge Menschen dazu, ihre Heimat zu verlassen. Familien sehen sich gezwungen, ihr gesamtes Hab und Gut zu verkaufen, um ihren Angehörigen die Chance auf ein besseres Leben zu ermöglichen.

Die Foto- und Info-Ausstellung »Hinter dem Mittelmeer« porträtiert Menschen in Syrien, dem Libanon, Tunesien, Libyen, dem Sudan und Westafrika, die sich auf den Weg gemacht haben, freiwillig zurückgekehrt sind oder fliehen mussten. Sie beleuchtet Fragen, die in der täglichen Berichterstattung oft unbeantwortet bleiben. Mit eindrucksvollen Fotos, Videos, Zahlen und Expertengesprächen gibt die Ausstellung Einblicke in die Lebensrealitäten von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen: von den Zeltstädten in Tunesien über den Alltag in Damaskus und Tripolis bis zu den Schmuggler-Routen in der Sahara.

»Hinter dem Mittelmeer« beleuchtet die aktuellen Fluchtrouten, die wirtschaftliche Lage in den Herkunftsländern und die EU-Strategien am südlichen und westlichen Mittelmeer. Die Ausstellung macht deutlich, dass Migration, auch wenn sie nicht mehr täglich in den Schlagzeilen präsent ist, eine der großen globalen Herausforderungen der kommenden Jahre bleibt.

 

Die Ausstellung wurde von Mirco Keilberth konzipiert. Er ist unabhängiger Journalist, Filmemacher und Medientrainer mit Schwerpunkt auf Nordafrika und Südosteuropa. Der gebürtige Hamburger studierte Medien- und Kulturwissenschaften und begann seine journalistische Laufbahn mit der Berichterstattung über den Krieg im ehemaligen Jugoslawien. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre in Belgrad und Sarajevo, bevor er Dokumentarfilme und Reportagen über Konflikte in Afrika produzierte. Er bereiste mehr als 20 Länder in Subsahara-Afrika. Ein zentrales Thema seiner Arbeit ist Migration. Dazu hält er regelmäßig Vorträge und organisiert Fotoausstellungen mit Eindrücken entlang der Migrationsrouten in Afrika und Europa.

 

ⓘ Kontakt Ausstellung und Sammlung

Dr. Katja Schlenker
Tel. 0211 / 16991-23
E-Mail: schlenkerg-h-hde