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Das Trauma Stalingrad. Eine Schlacht im Spiegel von Feldpostbriefen, militärischen Berichten und literarischen Texten.

Vortrag und Lesung mit Dr. Katja Schlenker und Prof. Dr. Winfrid Halder

Am 02. Februar 2023 liegt das Ende der Schlacht von Stalingrad 80 Jahre zurück. Begonnen hatte sie mit dem Versuch der deutschen Wehrmacht auf Befehl Hitlers im Sommer 1942 tief in das kriegswirtschaftlich besonders wichtige Gebiet um die Industriemetropole an der Wolga vorzustoßen. Die Eroberung der Stadt gelang den deutschen Kräften angesichts des erbitterten Widerstands der Verteidiger niemals vollständig. Die am 19. November 1942 beginnende sowjetische Gegenoffensive führte zur für die deutsche Seite zunächst völlig überraschenden Einschließung der 6. deutschen Armee. Mit in den dann in heftigen Kämpfen von sowjetischer Seite immer enger gezogenen Belagerungsring gerieten auch verbündete rumänische, italienische, ungarische und kroatische Einheiten. Zum Zeitpunkt der Kapitulation der letzten kämpfenden Restverbände am 02. Februar 1943 waren auf beiden Seiten schon Hunderttausende Soldaten umgekommen, die Zahl der zivilen Opfer unter der Stadtbevölkerung (Stalingrad hatte vor Kriegsbeginn rund 450.000 Einwohner) ist unbekannt. Die Gefangenschaft in sowjetischen Lagern brachte dann für weitere Zehntausende den Tod.

Keine andere Schlacht des Zweiten Weltkrieg ist in der kollektiven Erinnerung so haften geblieben wie die von Stalingrad – und das gilt nicht nur für Deutschland und das heutige Russland, sondern auch für eine ganze Reihe anderer europäischer Nationen. Der Abend spiegelt in einer Fülle ganz unterschiedlicher Texte die Grausamkeit und verbrecherische Sinnlosigkeit des Geschehens.