GHH, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf | Kontakt | Raumbuchung | Datenschutz | Impressum

Hanna Veiler (Foto: ©Julia Autz)
Hanna Veiler (Foto: ©Julia Autz)
 

Hanna Veiler: »Jung, jüdisch, wütend« – Unser Ringen um eine Zukunft in Deutschland.

Buchvorstellung und Gespräch mit der Präsidentin der European Union of Jewish Students

Auf Einladung der Düsseldorfer Beiträge »Respekt und Mut« in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf, der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf sowie SABRA/Jüdische Gemeinde Düsseldorf kommt die junge Publizistin Hanna Veiler ins Gerhart-Hauptmann-Haus, um ihr Buch »Jung, jüdisch, wütend« vorzustellen.

Nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 hat sich alles verändert. Junge Jüdinnen und Juden in Deutschland spüren täglich, wie die Bedrohung wächst: an Universitäten, in sozialen Medien, auf der Straße. Blutrote Hamasmörderdreiecke werden an Universitätswände geschmiert, Jüdinnen und Juden werden ganz öffentlich mit dem Tod bedroht. In Düsseldorf wurde das Bildnis Heinrich Heines von einer linken Studierendenorganisation der Heinrich-Heine-Universität mit dem Kufiya-Tuch als Symbol des palästinensischen Terrorismus verunstaltet, Israelhasser beschimpften lautstark einen Referenten vor der Synagoge, und an der Rheinuferpromenade wurde ein jüdischer Mann angegriffen und verletzt, nur weil er eine Kippa trug.

Hanna Veiler gibt der jungen jüdischen Generation in ihrem im Piper-Verlag erschienenen, bewegenden Buch »Jung, jüdisch, wütend« eine unmissverständliche Stimme. Sie erzählt von der Hoffnung einer neuen jüdischen Gemeinschaft, die Deutschland mitgestalten wollte, und davon, wie diese Hoffnung der Angst vor den mannigfaltigen Bedrohungen wich, wie aber auch eine konstruktive, gerechte Wut nachwuchs. Ihr Buch ist ein Zeugnis vom Ringen um Identität und Zukunft. Zwischen Wut und neuem Selbstbewusstsein steht die Frage: bleiben oder gehen?

Wir hoffen inständig, dass sie bleiben. Denn ohne die jüdische Gemeinschaft wird eine der Säulen unserer Demokratie porös und droht zu zerfallen.

Grund genug, Hanna Veiler einzuladen. Wir möchten mit ihr sprechen über die Beweggründe ihres unermüdlichen Engagements, über bittere Enttäuschungen, gesellschaftliche Ignoranz und aufbrechende Solidarität, über neue linksradikal-islamistische antisemitische Bündnisse im Allgemeinen und die scheinbar grenzenlose bösartige Dummheit an europäischen Universitäten im Besonderen. Und nicht zuletzt über das Ringen um Selbstwirksamkeit und den Anspruch, ein sichtbarer Teil dieses Landes zu sein.

Zur Person:
Hanna Veiler (geb. 1998 in Belarus, seit 2005 in Deutschland) ist Aktivistin, politische Bildnerin und Publizistin. Seit Sommer 2025 ist sie Präsidentin der European Union of Jewish Students (EUJS); zuvor war sie Vizepräsidentin und Präsidentin der Jüdischen Studierendenunion Deutschland (JSUD). 2019 gründete sie die Jüdische Studierendenunion Württemberg mit und leitete sie zwei Jahre. Sie schreibt u. a. für Zeit Online, FAZ, taz und die Jüdische Allgemeine über jüdisches Leben, Erinnerungskultur und Antisemitismus. 2024 wurde sie als »Frau Europas« (Europäische Bewegung Deutschland) und als »Botschafterin für Demokratie und Toleranz« (bpb) ausgezeichnet; das Capital Magazin führte sie zudem in den »Top 40 unter 40«.

Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten unter: volker.neupertrespekt-und-mutde

Foto: © Julia Autz