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Brücken gegen das Vergessen -

Konzert mit Sinfonietta VivazzA

Unter dem Titel »Bridges to Terezín – Memory in Music« präsentiert das Kammermusikensemble VivazzA ein besonderes Programm, in dessen Mittelpunkt Werke von Komponisten stehen, deren Leben und Schaffen durch Verfolgung, Exil oder Widerstand geprägt waren. Die ausgewählten Stücke schlagen Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Nordrhein-Westfalen und Theresienstadt/Terezín sowie zwischen den Stimmen inhaftierter Komponisten und heutigen Zuhörerinnen und Zuhörern.

Zu hören sind unter anderem das im Gefängnis entstandene Nonett von Rudolf Karel aus dem Jahr 1945, das Nonett von Jan van Gilse aus dem Jahr 1916, die Hebriden-Ouvertüre von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Auszüge aus Verdis Messa da Requiem, die im Ghetto Theresienstadt sechzehnmal als Akt des Widerstands aufgeführt wurde. Rafael Schächter, der die Requiem-Aufführungen leitete, formulierte einst: »Wir werden den Nazis vorsingen, was wir ihnen nicht sagen können.«

Das Konzert versteht sich als lebendige Form des Gedenkens. Es lässt Musik, die unter Bedingungen von Verfolgung und Gewalt entstand oder dort aufgeführt wurde, erneut erklingen – frei, hörbar und im Bewusstsein ihrer historischen Bedeutung. VivazzA setzt damit ein musikalisches Zeichen für Erinnerung, Verantwortung und die Kraft der Kunst, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden.

Eine Woche zuvor wird das Ensemble dieses Programm bei der Nationalen Gedenkfeier in Theresienstadt/Terezín aufführen – in Anwesenheit des Präsidenten der Tschechischen Republik sowie offizieller Vertreterinnen und Vertreter aus Deutschland.

Eine Kooperation der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, dem Ensemble VivazzA e.V und dem Generalkonsulat der Republik Tschechien in Düsseldorf.