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Ausstellungsraum

»Nachts träum ich vom Frieden.« Auszüge aus dem Tagebuch von Carry Ulreich .

Vortrag und Lesung von Christina Klein

Als die Nationalsozialisten in die Niederlande im Mai 1940 einfallen, ist Carry Ulreich gerade einmal dreizehn Jahre alt. Die jüdische gebürtige Polin lebt in Rotterdam, einer strategisch wichtigen Hafenstadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde. In den folgenden Jahren ist ihr Leben geprägt von Angst und dem Kampf ums Überleben. 1941 beginnt sie Tagebuch zu schreiben und berichtet nüchtern, aber feinfühlig von ihren Erlebnissen. Die meiste Zeit der Besatzung verbringt Carry mit ihrer Familie in einem Versteck bei einer befreundeten katholischen Familie. Auch das Ende des Krieges reflektiert sie in ihrem Tagebuch: »Froh und glücklich« sind die ersten Worte ihres Tagebucheintrags vom 6. Mai 1945, einen Tag nach der Unterzeichnung der deutschen Kapitulation in den Niederlanden. Sie selbst vergleicht ihre Geschichte mit der von Anne Frank – nur »mit Happy End«.

 

Aus der Reihe: 1945 um 19 Uhr 45 in 45 Minuten

Veranstaltungsort: Ausstellungsraum

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Bismarckstr. 90
40210 Düsseldorf
Erdgeschoss

weitere Informationen: Ausstellungsraum

Veranstalter: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum

Das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (früher „Haus des Deutschen Ostens“) ist Sitz der gleichnamigen Stiftung und befindet sich an der Bismarckstraße 90 in Düsseldorf. Der Bau wurde von Walter Kroner und Bruno Lambart von 1960 bis 1962 erbaut. Die Stiftung dient der Auseinandersetzung mit der europäischen und deutschen Zeitgeschichte und weist eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Geschichte Ostmittel- und Osteuropas auf.

weitere Informationen: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum