GHH, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf | Kontakt | Vermietung | Datenschutz | Impressum

Bronzeskulptur von Ernst Barlach (1927): »Der Schwebende, auch Schwebender Engel oder Güstrower Ehrenmal« mit dem Abbild von Käthe Kollwitz. Der Erstguss ging verloren. Heute existieren noch drei Bronze-Nachgüsse und ein Gipsabguss.
 

Verwandte Seelen? Käthe Kollwitz und Ernst Barlach.

Vortrag von Klaus Weigelt

Die gebürtige Königsbergerin Käthe Kollwitz (1867–1945) und der aus dem holsteinischen Wedel stammende Ernst Barlach (1870–1938) gehörten der gleichen Generation von Künstlerinnen und Künstlern an – sie erlebten und gestalteten den Umbruch zur Moderne in Deutschland mit, beide erhielten ihre Anregungen zugleich durch künstlerische Beziehungen in weite Teile Europas. Vor allem Käthe Kollwitz hat wiederholt betont, dass Barlachs Schaffen, insbesondere das bildhauerische, sie stark beeinflusst hat. Beide kannten sich auch persönlich gut; dazu mag beigetragen haben, dass Kollwitz und Barlach beide 1919 in die Preußische Akademie der Künste berufen wurden und sich auch zu den Akademiesitzungen trafen. Beide mussten im Zeichen der NS-Diktatur zeitversetzt die Akademie gezwungenermaßen verlassen und unterlagen auch sonst zahlreichen Repressionen. Barlach war einsilbiger in seinen Äußerungen über Kollwitz als umgekehrt – was seiner großen Wertschätzung für die Kollegin keinen Abbruch tat.

Klaus Weigelt nimmt das künstlerische und persönliche Beziehungsgefüge zwischen den beiden großen Persönlichkeiten der Moderne genau in den Blick. Mit Käthe Kollwitz verbindet ihn nicht nur die gemeinsame Heimatstadt Königsberg. Als weltgewandter langjähriger Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und, verstärkt seit seinem Eintritt in den Ruhestand, in führender Funktion in etlichen Institutionen, die sich um die Bewahrung des historischen und kulturellen Erbes des früheren deutschen Ostens bemühen, ist er als herausragender Literatur- und Kunstkenner ausgewiesen.

Veranstalter: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum

Das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (früher „Haus des Deutschen Ostens“) ist Sitz der gleichnamigen Stiftung und befindet sich an der Bismarckstraße 90 in Düsseldorf. Der Bau wurde von Walter Kroner und Bruno Lambart von 1960 bis 1962 erbaut. Die Stiftung dient der Auseinandersetzung mit der europäischen und deutschen Zeitgeschichte und weist eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Geschichte Ostmittel- und Osteuropas auf.

weitere Informationen: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum