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Eichendorff-Saal

Wer sich anpasst, kann gleich einpacken. Die Lebenserinnerungen von Joachim Kardinal Meisner .

Buchvorstellung mit Gudrun Schmidt

Seine erste heilige Messe im Kölner Dom erlebte er am Radiogerät. Da war der gebürtige Breslauer Joachim Meisner (1933-2017) ein Heranwachsender, der Vater gefallen, er selbst mit Mutter und Geschwistern aus der Heimat vertrieben ins zunächst ganz fremde Dörfchen Körner in Thüringen. Dort gab es keine katholische Kirche, erst im ein knappes Dutzend Kilometer entfernten Mühlhausen war eine zu finden. So beeindruckten den jungen Meisner der mächtige Ruf der Glocken und der brausende Orgelklang, mochten sie auch aus der Ferne übertragen sein. Kein Gedanke daran, dass das einst seine eigene Bischofskirche sein würde. Bis dahin war der Weg weit, die vielen Stationen bis zu seiner Wahl zum geistlichen Oberhaupt des wichtigsten katholischen Bistums in Deutschland im Jahre 1988 ließ der inzwischen emeritierte Kardinal kurz vor seinem Tod 2017 noch einmal Revue passieren – die versierte Journalistin Gudrun Schmidt, selbst gebürtige Schlesierin, viele Jahre für den WDR tätig, seit langem mit Joachim Meisner bekannt, erhielt die Erlaubnis aus den zahlreichen Gesprächen ein Erinnerungsbuch zu machen. Daraus wird deutlich, dass Meisner sich nicht erst als von vielen zunächst nicht eben freudig begrüßter Kölner Oberhirte insbesondere durch Geradlinigkeit und Konfliktbereitschaft auszeichnete. Das hatten auch die kirchenfeindlichen Herrschenden in der SED-Diktatur bereits erfahren dürfen, nicht zuletzt auf den vorangehenden bischöflichen Stationen Meisners in Erfurt und Berlin. Und womöglich waren diese Eigenschaften ein wichtiger Grund für Papst Johannes Paul II., mit Meisner schon lange zuvor persönlich verbunden, seine Berufung nach Köln zu forcieren.

Gudrun Schmidt stellt das unlängst erschienene Buch vor, berichtet über dessen Entstehung und erläutert wichtige Abschnitte.

 

In Zusammenarbeit mit: Landsmannschaft der Schlesier, Kreisgruppe Düsseldorf

Veranstaltungsort: Eichendorff-Saal

Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
Deutsch-osteuropäisches Forum Düsseldorf
Bismarckstraße 90
40210 Düsseldorf
1. Stock
Eichendorff-Saal (120 Personen, variable Bestuhlung z. B. Bankett, Sitzreihen, parlamentarische Sitzordnung)

weitere Informationen: Eichendorff-Saal

Veranstalter: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum

Das Gerhart-Hauptmann-Haus. Deutsch-osteuropäisches Forum (früher „Haus des Deutschen Ostens“) ist Sitz der gleichnamigen Stiftung und befindet sich an der Bismarckstraße 90 in Düsseldorf. Der Bau wurde von Walter Kroner und Bruno Lambart von 1960 bis 1962 erbaut. Die Stiftung dient der Auseinandersetzung mit der europäischen und deutschen Zeitgeschichte und weist eine umfangreiche Spezialbibliothek zur Geschichte Ostmittel- und Osteuropas auf.

weitere Informationen: Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus | Deutsch-osteuropäisches Forum