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Stadtarchiv St. Gallen, Schweiz
Stadtarchiv St. Gallen, Schweiz
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»Flüchtiges Glück – Befreiung aus Theresienstadt«.

Ausstellung

Laufzeit: verlängert bis 27. Februar 2026

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gelang es internationalen Hilfsorganisationen und engagierten Einzelpersonen, größere Gruppen von inhaftierten Menschen aus den Konzentrationslagern freizukaufen. Auf diese Weise kamen in den letzten Kriegsmonaten ca. 4.300 Häftlinge aus Theresienstadt, Bergen-Belsen, Ravensbrück und Mauthausen in die Schweiz. Die Ausstellung im GHH dokumentiert anhand ausgewählter Biografien und Fotografien die Geschichte des einzigen Rettungszuges aus dem Ghetto Theresienstadt, auch als »Wartesaal zur Hölle Auschwitz und Treblinka« bezeichnet, im Februar 1945. Dieser Zug bewahrte damals rund 1.200 jüdische Menschen vor dem sicheren Tod in den Vernichtungslagern. Sie waren zuvor vom »Orthodoxen Rabbinerverband in den USA und Kanada« für fünf Millionen Schweizer Franken freigekauft worden. Die Verhandlungen führte seinerzeit ein Schweizer Politiker, der in Kontakt mit dem SS-Chef Heinrich Himmler stand. Die deutsche Seite erhoffte sich von dem Austausch nicht nur dringend benötigte Devisen, sondern auch einen positiven propagandistischen Effekt, um ihr internationales Ansehen zu verbessern. Die jüdischen Deportierten wurden mit der Bahn von Theresienstadt über Eger, Nürnberg und Konstanz nach St. Gallen in die Schweiz gebracht.


Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e. V. und dem Träger- und Förderverein Ehemalige Synagoge Rexingen e.V.

Gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg

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Information für Lehrerinnen, Lehrer und alle Interessierten


Unter dem Titel »Zug in die Freiheit« begann 2015 ein trinationales Forschungs- und Public-History-Projekt, in dessen Verlauf auch die im Gerhart-Hauptmann-Haus gezeigte Ausstellung »Flüchtiges Glück« entstand. Helen Kaufmann, M.A., und Prof. Dr. Thomas Metzger von der Fachstelle für Demokratiebildung und Menschenrechte der PH St. Gallen haben zum 80. Jahrestag dieser Rettungsaktion zusammen mit weiteren Historikerinnen und Historikern ein Buch herausgegeben, das Planung und Ablauf der Aktion, den Kontext von 1945, die Rezeption sowie ausgewählte Fallstudien zu Beteiligten umfasst. 

Downoad PDF, Buchdoppelseiten hier: 

ⓘ Kontakt Ausstellung und Sammlung

Dr. Katja Schlenker
Tel. 0211 / 16991-23
E-Mail: schlenkerg-h-hde