Elli Unruh erzählt die Geschichte einer deutsch-mennonitischen Familie, die bis Ende der achtziger Jahre in der Sowjetunion, im südlichen Kasachstan, lebte. Sie taucht ein in die Zeit ihrer Vorfahren, Großeltern und Eltern. Einprägsam und lebendig schildert sie das Leben von Menschen, die durch den Lauf der Geschichte und ständig wechselnde Lebensumstände und -orte nicht mehr aus noch ein wissen, aber in Traditionen, Religion und eigener Sprache Halt finden.
Elli Unruh wurde 1987 in Georgijewka in Kasachstan geboren und wuchs in Süddeutschland auf. Heute arbeitet sie am Deutschen Literaturarchiv Marbach und lebt mit ihrer Familie in Stuttgart. Für die Fertigstellung ihres ersten Romans erhielt sie Förderungen der Kunststiftung sowie des Förderkreises für Schriftsteller in Baden-Württemberg. Im März 2026 wurde ihr viel beachteter Roman »Fische im Trüben« für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.
Moderation: Edwin Warkentin, Kulturreferent und Leiter des Kulturreferats für Russlanddeutsche
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und dem Kulturreferat für Russlanddeutsche

