Draesners eindrucksvoller Roman erzählt von Frauen, deren Lebenswege durch Krieg, Gewalt, Flucht und Vertreibung geprägt sind. Über mehrere Generationen hinweg entfaltet sich ein Jahrhundert europäischer Geschichte: Eine Frau entdeckt nach dem Tod ihrer Mutter einen bislang unbekannten polnischen Familienzweig und erbt eine Wohnung im heutigen Wrocław (Breslau). Ein Mädchen versucht, ihre Herkunft aus einem Lebensbornheim zu verstehen. Diese und andere Figuren des Romans teilen die Erfahrungen von Krieg und Nachkriegszeit, Flucht und Vertreibung und von Gewalt miteinander.
»Die Verwandelten« ist ein vielstimmiger Roman über Erinnerung und Schweigen, über die Folgen von Krieg und die Frage, wie Menschen mit ihrer Vergangenheit leben können.
Für ihren Roman war Draesner 2023 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2025 wurde sie mit dem Kulturpreis Schlesien des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Haus Schlesien.
