Es ist der Beginn des 20. Jahrhunderts, als Emmy Hennings (1885–1948) und Else Lasker-Schüler (1869–1945) aus einem Leben nach vorgeschriebenen Mustern ausbrechen. Sie werden Wegbereiterinnen der Moderne und prägen, jede auf ihre Art, die Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts. Else Lasker-Schüler verlässt eine bürgerliche Existenz als Arztgattin in Berlin-Charlottenburg, um als Tino, Prinzessin von Bagdad, und als Yussuf von Theben neue Welten zu erschaffen. Emmy Hennings treibt es aus der kleinbürgerlichen Enge Flensburgs als Schauspielerin mit dem Wandertheater durch die Provinz, später auf die Bühnen europäischer Varietés und Cabarets. Sie ist Mitbegründerin des »Cabaret Voltaire«, der Keimzelle des Dadaismus.
Ihre Wege kreuzen sich einige Male und enden schließlich mehrere tausend Kilometer voneinander entfernt, an unterschiedlichen Orten im Exil.
Die Schauspielerinnen Petra Kuhles und Christiane Lemm folgen diesen Spuren, den Lebenswegen und Begegnungen der beiden Künstlerinnen.
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