In seinem aktuellen Roman »Liefern« richtet der vielfach ausgezeichnete Autor Tomer Gardi den Blick auf jene, die unsere Städte in Bewegung halten und doch oft unsichtbar bleiben: Essenslieferanten in Delhi, Tel Aviv, Buenos Aires, Istanbul oder Berlin. Mit großer erzählerischer Kraft verwebt er ihre Geschichten zu einem globalen Panorama unserer Gegenwart. »Liefern« erzählt von Rassismus und Ausbeutung, von Liebe und Familie, von Sehnsucht, Solidarität und der großen Sehnsucht nach Verbundenheit. Politisch, poetisch und zugleich leichtfüßig entfaltet Gardi ein vielstimmiges Epos, das weit über nationale Grenzen hinausreicht.
Der Roman ist eine literarische Weltreise in sechs Episoden – humorvoll, tiefgründig und getragen von Gardis unverwechselbarer Erzählstimme. Wie seine Figuren bewegt sich auch der Autor selbst zwischen verschiedenen Welten: geboren im Kibbuz, lebte er in Wien und Jerusalem, heute in Berlin. Seine Texte zeigen mit großer Sensibilität, dass die Verlorenheit der Abgehängten uns alle betrifft.
Die Lesung ist Teil des BEGLEITPROGRAMMS zu unserer Ausstellung »Hinter dem Mittelmeer«.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Literaturbüro NRW
