Das Aufklären von Denunziationen hat die Aufarbeitung der DDR-Geschichte maßgeblich motiviert und initiiert. In der Öffentlichkeit wurde viel über die Inoffiziellen Mitarbeiter der Staatssicherheit diskutiert. Doch das Phänomen der politischen Denunziation in der DDR – wie sie sich konkret gestaltete und welche Auswirkungen sie auf die sozialen Beziehungen und die Gesellschaft hatte – wurde erst jüngst erstmals in einer umfassenden Studie von Anita Krätzner-Ebert untersucht. Einige Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit wird die Referentin anhand zahlreicher Beispiele aus den Stasi-Akten vorstellen.
Dr. Anita Krätzner-Ebert wurde 1984 in Güstrow geboren. Sie studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Rostock und der Østfold University in Halden. 2012 promovierte sie im Fach Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Rostock zum Thema »Der Mauerbau und die Universitäten der DDR«. Von 2012 bis 2018 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung »Bildung und Forschung« in der damaligen Stasi-Unterlagenbehörde. Sie ist assoziierte Wissenschaftlerin der Robert-Havemann-Gesellschaft.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Heiko Hendriks, dem Beauftragten der Landesregierung NRW für die Belange von deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedlern
