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Bild: Salomon Ludwig Steinheim Institut für deutsch-jüdische Geschichte (Gidal Bildarchiv im Steinheim Institut)
Erster Vorstand des Vereins »Weibliche Fürsorge«, 1904 (Bertha Pappenheim: vordere Reihe, Mitte), Wikipedia
 

Bertha Pappenheim. Emanzipation durch Wohlfahrt und Bildung.

Vortrag von Anna Heldt (Leiterin der Seminar- und Gedenkstätte Bertha Pappenheim)

Bertha Pappenheim (1859–1936), in Wien als Tochter einer angesehenen jüdischen Kaufmannsfamilie geboren, war eine vielfältig talentierte und interessierte Frau. Dass sie vielen nur als Patientin Anna O. aus Sigmund Freuds »Studien über Hysterie« bekannt ist, wird ihrem Leben und Wirken nicht gerecht. Denn sie war nicht nur eine Pionierin der Sozialen Arbeit, sondern setzte sich auch für Frauenrechte, insbesondere das Recht auf Bildung, ein. Sie hielt Reden, gründete Hilfsorganisationen, verfasste Märchen und Aufsätze und gründete 1904 zusammen mit Sidonie Werner und Henriette May den Jüdischen Frauenbund. Am 25. November 1907 eröffnete dieser in Neu-Isenburg das Heim »Isenburg« für sozial entwurzelte jüdische Mädchen, für unverheiratete Schwangere und ledige Mütter mit ihren Kindern. Initiatorin und Leiterin der Einrichtung war Bertha Pappenheim. Sie machte das Heim zu einem Ort der Zuflucht, der Erziehung und Ausbildung für jüdische Frauen und Kinder. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1936 leitete sie die Einrichtung, die 1942 unter der nationalsozialistischen Herrschaft aufgelöst wurde.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Düsseldorf e.V. und Düsseldorfer Beiträge »Respekt und Mut« im Rahmen des Projekts »100 Köpfe der Demokratie« Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.