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Illustration im »Metallarbeiter« 1933, ©Seliger Gemeinde
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Ausstellung: »GHT – Frühe Werke von Georg Hans Trapp, des Zeichners von Flossenbürg«.

Eine Ausstellung der Seliger-Gemeinde

Laufzeit: 23. März – 20. April 2026

Eröffnung: 23. März, 16 Uhr, in Anwesenheit einer Vertreterin des Generalkonsulats der Tschechischen Republik Düsseldorf

Es eröffnen:
Grußwort: Frau Helena Pässler, Stellvertretende Vorsitzende der Seliger-Gemeinde 
Eröffnungsrede: Frau Erika Kalkofen - Frahne, Mitglied des Bundesvorstandes der Seliger-Gemeinde, über Werk und Leben des Georg Hans Trapp

Zur Ausstellung:
In vierzehn ausgewählten Beispielen verweist die Seliger-Gemeinde auf die politische Druckgrafik des sudetendeutschen Künstlers Georg Hans TRAPP, die zwischen 1931 und 1938 entstanden.

Georg Hans (Johann) TRAPP wurde am 1. Dezember 1900 in Tischau (Mstišov) No 89, in der Nähe von Eichwald (Dubi), Bezirk Teplitz geboren. Sein Vater war Hüttenarbeiter, später Glasmacher. Die Familie lebte in einfachen Verhältnissen. TRAPP erlernte zunächst den Beruf des Glasgraveurs. Er bildete sich weiter mit einem Studium an der Berufsfachschule für Keramik und Kunstgewerbe in Teplitz-Schönau. Fast mittellos trampte er nach Italien und lebte von Gelegenheitsjobs. Er lernte an der Akademie für Malerei in Rom und anschließend bei Victor Slama in Wien. TRAPP kehrte zurück nach Teplitz-Schönau und wurde zum Illustrator der sudetendeutschen Sozialdemokratie. Er schuf Illustrationen für verschiedene Zeitungen, darunter den „Sozialdemokrat Prag“ sowie für Bücher, Jahrbücher und Druckgrafiken mit politischem Anspruch.

In der Teplitzer Jugendorganisation des Sozialistischen Jugendverbandes war er der Trappschorsch und tonangebend. Er hatte weitere künstlerische Talente, konnte z.B. rezitieren und musizieren. In den 1930er Jahren arbeitete er als Zeichner für die Teplitzer Zeitung Freiheit und andere sozialdemokratische Publikationen. Er schuf Plakate, Graphiken und z.B. auch 1936 für den Reichsjugendtag in Bodenbach ein Bühnenbild. Durch diese Arbeit und politische Aussagen war er das Ziel nationalsozialistischer Verfolgung.

Nach dem Münchner Abkommen 1938 emigrierte TRAPP nach Norwegen, seine Lebensgefährtin Hanna folgte ihm. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht kamen beide ins Internierungslager in Grini, ab 1943 nach Deutschland in verschiedene Konzentrationslager, Trapp u.a. nach Flossenbürg, zuletzt nach Dachau. Seine spätere Frau Hanna (Heirat im Sommer 1945) kam u.a. in das KZ Ravensbrück.

1945 kehrten sie zusammen kurz in die CSR zurück, bevor sie nach Gränna in Schweden übersiedelten, wo TRAPP seine künstlerische Arbeit fortsetzte. Hier entstanden Zeichnungen, die an das Leid der Häftlinge in den verschiedenen Konzentrationslagern erinnerten. Eine erste Ausstellung der Seliger-Gemeinde entstand dazu unter dem Titel „Antlitz der Opfer“.

In Schweden lebte TRAPP als anerkannter Künstler überwiegend im Bereich Malerei und hinterließ Werke auch in Kirchen und öffentlichen Gebäuden.

Zu seinen Freunden aus der Jugendzeit und in der Seliger-Gemeinde hielt er persönlich und brieflich Kontakt. Im Dezember 1968 erhielt TRAPP den 1. Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis in Bonn-Beuel.

Georg Hans TRAPP starb am 17. September 1977 in Gränna/Schweden.

Mehr Informationen: https://www.esgehtumalles.eu/ausstellung-georg-hans-trapp/

ⓘ Kontakt Ausstellung und Sammlung

Dr. Katja Schlenker
Tel. 0211 / 16991-23
E-Mail: schlenkerg-h-hde