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Evangelisch-lutherische Kirche in Neusatz (Krim), Konfirmation im Jahr 1902. Die Kolonie Neusatz wurde 1805 von 38 protestantischen Familien gegründet, 1868 hatte sie 613 Einwohner (Bild ©Bundesarchiv)
Evangelisch-lutherische Kirche in Neusatz (Krim), Konfirmation im Jahr 1902. Die Kolonie Neusatz wurde 1805 von 38 protestantischen Familien gegründet, 1868 hatte sie 613 Einwohner (Bild ©Bundesarchiv)
 

»Im Herzen Tauriens: Die Geschichte der Krimdeutschen«.

Ein Vortrag von Peter Harder B.A. im Rahmen des Wenzel-Jasksch-Forums 2026

Die Geschichte der Krimdeutschen erstreckt sich über zwei Jahrhunderte. Ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts kamen deutsche Siedler infolge der Anwerbung durch die Zaren auf die Halbinsel Krim. Im Laufe des Jahrhunderts folgten weitere Ansiedlungswellen, sodass die Zahl deutscher Siedlungen bis zum Ersten Weltkrieg stetig anwuchs.

Auf der Krim machten die deutschen Kolonisten Land urbar und prägten die landwirtschaftliche Entwicklung der Halbinsel mit. Dabei brachten sie Kenntnisse und Erfahrungen aus ihren Herkunftsregionen ein und passten diese an die Bedingungen des Schwarzmeergebietes an. Zugleich waren sie Teil der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des Zarenreiches, etwa während des Krimkrieges.

Das 20. Jahrhundert brachte tiefgreifende Umbrüche: Erster Weltkrieg, Bürgerkrieg, Hungersnöte, Repressionen und schließlich die Deportation gen Osten während des Zweiten Weltkrieges veränderten das Schicksal der Krimdeutschen grundlegend.

Die krimdeutschen Siedler bildeten von Beginn an eine heterogene Gruppe. Viele kamen zunächst aus dem südwestdeutschen Raum, später verstärkt auch aus den deutschen Kolonien des Schwarzmeergebietes. Auch konfessionell war die Gruppe vielfältig; im Laufe der Zeit entwickelte sich jedoch ein weitgehend harmonisches interkonfessionelles Zusammenleben.

Der Vortrag gibt einen Einblick in die geschichtlichen Entwicklungen, die Lebenswelten, Leistungen und das Schicksal der deutschen Kolonisten auf der Krim.

Peter Harder, geboren 1998, Nachkomme von Krimdeutschen, ist Masterstudent der Geschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und in mehreren landsmannschaftlichen Vereinigungen tätig.

Um eine Anmeldung wird gebeten unter 0211/350 361 oder kontaktbdv-nrwde

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus und dem
Bund der Vertriebenen – Landesverband NRW e.V.

Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW