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»Königreich der Seifenblasen«. Die Geschichte der Familie Schicht und ihres Unternehmens in Aussig/Ústí nad Labem von 1848 bis heute.

Filmvorführung und Diskussion mit der Regisseurin Taťána Marková und dem Historiker Tomáš Okurka

In der Tschechoslowakei der Zwischenkriegszeit genoss der Name Schicht denselben Ruf wie in Deutschland etwa Siemens, Dr. Oetker oder Henkel. Schicht galt als Synonym für Innovation und Qualität. Die deutschböhmische Unternehmerfamilie baute über drei Generationen hinweg ein Drogerie- und Lebensmittelimperium auf und trug so zur Entwicklung der Stadt Aussig/Ústí nad Labem und der gesamten Region bei. Die Schichts waren zugleich Mitbegründer des multinationalen Giganten Unilever, der heute Millionen Kunden auf der ganzen Welt hat.

Die Ursprünge des Familienunternehmens waren sehr bescheiden, als Firmengründer Georg Schicht (1820–1887) 1848 im böhmischen, damals zur Habsburgermonarchie gehörenden Aussig mit der Produktion von Seife begann. Schon unter ihm begann die Expansion des Unternehmens, das später neben Seife auch Waschmittel und Kosmetika produzierte und Weltgeltung gewann. 1945, nach der Befreiung der Tschechoslowakei von der deutschen Besatzung und im Zusammenhang mit der Vertreibung der Deutschen wurde auch die Familie Schicht enteignet. Teile des Unternehmens bestehen bis heute.

Der Dokumentarfilm zeichnet die wechselvolle Familien- und Unternehmensgeschichte nach und umfasst auch Interviews mit der heutigen Generation der Familie Schicht. Regisseurin Taťána Marková erläutert die Entstehung des Films, der Historiker Tomáš Okurka verdeutlicht den historischen Kontext.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus, Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Düsseldorf und Adalbert-Stifter-Verein in München und Film & Soziologie in Prag

Gefördert vom Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds