GHH, Bismarckstraße 90, 40210 Düsseldorf | Kontakt | Vermietung | Datenschutz | Impressum

 

Das „Prager Blutgericht“ von 1621 .

Vorgeschichte und Folgen

Online-Vortrag von Prof. Dr. Winfrid Halder

Wer Prag schon besucht hat, dürfte auch die 27 Kreuze gesehen haben, die auf dem Altstädter Ring zwischen Rathaus und Teynkirche im Pflaster erkennbar sind. An dieser Stelle wurden am 21. Juni 1621 – vor 400 Jahren also – die Anführer des gescheiterten „Böhmischen Aufstandes“ hingerichtet. Begonnen hatte dieser mit dem berühmten „Fenstersturz“ dreier kaiserlicher Beamter auf der Prager Burg am 23. Mai 1618. Der Versuch des überwiegend protestantischen böhmischen Adels, die ungeliebte Herrschaft der katholischen Habsburger-Dynastie abzuschütteln, wurde mit militärischen Mitteln vereitelt. Ferdinand II. behauptete die böhmische Krone, ließ die Protagonisten des Aufstandes enthaupten und sicherte so die Herrschaft der Habsburger über Böhmen letztlich bis 1918. Freilich sollte erst noch viel Blut fließen, denn das „Prager Blutgericht“ von 1621 steht lediglich für eine frühe Etappe des Dreißigjährigen Krieges, der über Prag und seine Umgebung noch viel mehr Unheil bringen sollte.

In Kooperation mit: Heiligenhof, Bad Kissingen

Anmeldung unter heiligenhof.de